Flexible Turmentwicklung als Projekt-Retter
Der sogenannte Ostfriesland-Turm von ENERCON soll Zertifizierungsanforderungen für Onshore-Windenergie-Projekte in vielen europäischen Ländern abdecken – so wie in seiner ostfriesischen Heimatregion, wo der neu konstruierte Hybridstahlturm mit 120 Metern Höhe den Aufbau von ENERCONs Topmodell E-175 EP5 E2 ermöglicht.
20. März 2026Teilen
Als Anbieter integrierter Lösungen für das vernetzte „Grüne Energie-Ökosystem“ unterstützt ENERCON aus Aurich seine Kunden bei der Realisierung von Onshore Windenergie-Projekten. Um das volle Projektpotenzial auszuschöpfen, kombiniert das Unternehmen seine leistungs- und ertragsstarken Windturbinen mit ergänzenden Lösungsbausteinen und Services und steigert dadurch den Kundennutzen und den Wert der Windenergie. Das Spektrum des Lösungsportfolios, aus dem Kunden nach ihren Anforderungen Bausteine auswählen, reicht von Planung und Installation über Management und Steuerung, Service und Wartung bis zur Optimierung der Anlagenperformance während der Betriebsphase.
Zu ENERCONs Selbstverständnis gehört es auch, Hürden aus dem Weg zu räumen, die einer erfolgreichen Realisierung von Kundenprojekten im Weg stehen. In einigen Regionen gibt es beispielsweise komplexe Höhen- und Abstandsbegrenzungen, welche die Verwendung von Standardtürmen aus dem Produktportfolio verwehren. Dank ENERCONs flexibler Turmentwicklung können Kunden in solchen Fällen – eine positive Wirtschaftlichkeitsbetrachtung immer vorausgesetzt – auf wettbewerbsfähige Alternativen zurückgreifen, wie sich aktuell am Beispiel des neuen 120-Meter-Hybridstahltums für das Topmodell E-175 EP5 E2 zeigt.
Der „Ostfriesland-Turm“ wurde auf spezielle Anforderungen von Kunden in ENERCONs Heimatregion entwickelt. Aufgrund von restriktiven Vorgaben der Bundeswehr wegen der Luftraumüberwachung an der Küste dürfen Windenergieanlagen rund um ENERCONs Firmensitz eine Maximalhöhe („Tip Height“) von 218 Metern über Normalnull nicht überschreiten. Außerdem darf aus Gründen des Artenschutzes bei neuen Anlagen der Abstand zwischen Geländeoberkante und unterer Blattspitzenposition („lower tip height“) nicht weniger als 30 Meter betragen – oder es drohen empfindliche ertragsmindernde Abschaltzeiten.
Diese spezifischen Anforderungen erfüllen die Standardtürme der E-175 EP5 E2 nicht. Eine Alternativlösung musste also her. „Es geht immerhin um rund 60 neue Anlagen, die wir zusammen mit unseren Kunden in unserer Heimatregion realisieren wollen“, sagt Moritz Rodenhausen, Leiter Product Management. „Diese Größenordnung garantiert einen positiven Business Case auch für uns als Hersteller. Dank unserer flexiblen Turmentwicklung wurde ein schnelles projektspezifisches Turmdesign umgesetzt und der ,Ostfriesland-Turm‘ entwickelt.“
Dieser Turm basiert auf ENERCONs Hybridstahlturm-Technologie aus kombinierten Segmenten des modularen Stahlturms (Modular Steel Tower, MST) aus miteinander verschraubten gekanteten Stahlblechen und Segmenten eines Stahlrohrturms (Tubular Steel Tower, ST) und hat eine Nabenhöhe von 120 Metern. Mit dieser Turmvariante passt die E-175 EP5 E2 genau in die Höhen- und Abstandsgrenzen, die Militärradar und Artenschutz für Ostfriesland vorgeben.
„Wir freuen uns, unseren hiesigen Kunden damit Optionen an die Hand zu geben, mit denen sie die Detailplanung ihrer Windparkprojekte starten können“, sagt Moritz Rodenhausen. „Unser Turmentwicklungsteam hat seine Prozesse weiter optimiert und deutlich beschleunigt. Dadurch können wir noch agiler und flexibler auf spezifische Kundenanforderungen reagieren.“
Doch der neue HST-Turm wird nicht nur der Region Ostfriesland vorbehalten bleiben: „Da wir den neuen Turm nach IEC- und DiBt-Norm zertifizieren lassen, decken wir automatisch auch die Zertifizierungsanforderungen in vielen europäischen Ländern ab – beispielsweise UK, Italien, Türkei, die baltischen Staaten, Polen, Rumänien, Portugal, Österreich, Niederlande, Luxemburg, Griechenland und Irland“, sagt Maria-Josefa Brand, Tower Product Manager im ENERCON Product Management. „Der ,Ostfriesland-Turm‘ wird somit künftig auch Kunden in anderen Marktregionen die Realisierung ihrer Onshore-Projekte mit unserem Topmodell ermöglichen.“
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