Aussteller & Produkte
Tagesprogramm

Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Fabriken und Anlagen erfordert den Zugriff auf riesige Datenmengen. Dadurch steigen die Anforderungen an Rechenleistung, Speicherplatz und Konnektivität kontinuierlich. Um KI-Anwendungen skalieren zu können, benötigen Anbieter robuste Datacenter. Welche Möglichkeiten es gibt, zeigt die HANNOVER MESSE vom 05. bis zum 08. April. Zu den Ausstellern zählen Unternehmen, die Datacenter planen, bauen und betreiben. Ebenso sind Anbieter von KI-Lösungen für Fabriken, Energiesysteme und Lieferketten vertreten.

Im Juli 2026 hat die Europäische Kommission die Ausschreibung für bis zu sieben AI Gigafactories eröffnet. Dabei handelt es sich um Datacenter, die für das Training und die Weiterentwicklung von KI genutzt werden sollen. Jedes Center soll über 100.000 KI-Beschleuniger verfügen. Mit bis zu 10 Milliarden Euro öffentlichen Mitteln sollen mindestens 20 Milliarden Euro private Investitionen mobilisiert werden. Laut Bundesregierung soll mindestens eine Gigafactory in Deutschland entstehen. Die Auswahl ist für Anfang 2027 geplant, unmittelbar vor der HANNOVER MESSE.

AI Gigafactories decken den enormen Rechenbedarf zentraler KI-Modelle ab. Für viele industrielle Anwendungen, etwa in der Qualitätssicherung oder im Energiemanagement, sind jedoch kleinere, dezentrale Kapazitäten mit minimaler Verzögerung erforderlich. Die Wahl des richtigen Datacenters (vor Ort, ausgelagert oder in der Cloud) richtet sich stets nach dem jeweiligen Anwendungsfall. In der Praxis setzen sich daher zunehmend hybride Systemarchitekturen durch.

„Die großen KI-Projekte in Europa stehen erst am Anfang. Niemand weiß heute genau, wie das KI-Rechenzentrum von morgen aussieht – deshalb müssen wir Standort, Energie und Architektur von Anfang an zusammendenken“, erklärt Alexander Hauser, Geschäftsführer, Hyceon (vormals TTSP HWP) sowie Beirat und designierter Vizepräsident der GDA (German Datacenter Association). „Rechenzentren werden Teil der industriellen Infrastruktur – etwa, wenn ihre Abwärme Quartiere und Produktionsstandorte versorgt.“

Datacenter Pavilion in Halle 17: Treffpunkt für Lösungen

Der Datacenter Pavilion in Halle 17 bietet Anbietern von Datacenter-Lösungen eine gezielte Plattform für den Industriemarkt. Im Umfeld der Themen KI, Konnektivität und IT/OT-Sicherheit treffen Aussteller dort direkt auf Entscheiderinnen und Entscheider, die nach digitalen Infrastrukturen suchen. Eine Außenfläche für Live-Demonstrationen macht die Lösungen vor Ort erlebbar. Auf dem Freigelände daneben steht ein Datacenter in Stahlmodulbauweise, das komplett ohne Beton auskommt. Es folgt den Vorgaben der EU-Taxonomie sowie den Prinzipien des zirkulären Bauens und dient als Beispiel für nachhaltige Entwicklung und die Verringerung von Treibhausgasemissionen.

Darüber hinaus präsentieren weitere Unternehmen aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und Energie Produkte und Anwendungen für AI Gigafactories und industrielle Infrastrukturen. Dazu zählen beispielsweise Amazon Web Services, Connaxion, Hyceon, IONOS, Leadership Datacenter, Logstrup, Rittal, Schneider Electric, Schwarz Digits und Siemens.

Das Themenspektrum reicht von KI-Datacenter und Hochleistungsrechnern über flexible Cloud-, Miet- und dezentrale Serverstrukturen bis hin zu konkreten Industrieanwendungen in den Bereichen Produktion, Automatisierung, Qualitätssicherung und Energiemanagement. Nachhaltige Infrastruktur bildet einen weiteren Schwerpunkt: Es handelt sich dabei um Lösungen für die Stromversorgung, den Netzanschluss, die Kühlung und die Abwärmenutzung.

„Rechenzentren sind die Fabriken der digitalen Zukunft. KI braucht Compute, Compute braucht Infrastruktur. Der Datacenter-Fokus der HANNOVER MESSE 2027 schließt die industrielle Wertschöpfungskette – from Construction to Production. To Compute“, betont Holger Zultner, Geschäftsführer von Leadership Datacenter.

„Kein Kraftwerk ohne Umspannwerk. Und keine digitale Resilienz ohne Connectivity Hub. Über Cloud- und KI-Rechenzentren spricht jeder, über die Knotenpunkte dahinter kaum jemand. Dabei wird Rechenleistung erst nutzbar, wenn Netzbetreiber, Cloud- und KI-Anbieter sowie Industrie direkt Daten austauschen. Mit Connaxion bauen wir eine neue Plattform für diese Knotenpunkte, das Rückgrat der europäischen Digitalisierung. Auf der HANNOVER MESSE treffen die Unternehmen aufeinander, deren Daten, Maschinen und Rechenzentren miteinander sprechen müssen“, sagt Jens-Peter Feidner, CEO von Connaxion und Vorsitzender des Arbeitskreises Rechenzentren im Bitkom e. V.

Das Rahmenprogramm hebt das Thema Datacenter ebenfalls hervor. Auf der Center Stage geht es am Messedienstag in einer Session um das Thema „AI Resilience & Sovereignty“. Unter dem Motto „Datacenter Denkfabrik” stehen die Solution Labs am Dienstag- und Mittwochvormittag ganz im Zeichen von Datacenter. In Masterclasses, Roundtables und Fachvorträgen treten Anbieter mit Anwendern in den direkten Dialog, um deren konkrete Anforderungen an Rechenleistung, Energieeffizienz und Konnektivität zu erfahren.

Weitere Informationen zum Thema Datacenter auf der HANNOVER MESSE finden Sie unter www.hannovermesse.de/de/fuer-aussteller/ausstellungsbereiche/digital-solutions/datacenter .

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