Interview mit FEMWORX-Allyship-Partner ROSSMANN
Petra Czora ist Geschäftsleiterin Marketing bei ROSSMANN. Im Interview spricht sie über ihren Weg in die Geschäftsleitung, ihre Sicht auf Female Leadership, die Bedeutung von Netzwerken und wie ROSSMANN Frauen gezielt fördert.
29. Apr. 2026Teilen
Liebe Petra, du bist ein echtes Vorbild für eine erfolgreiche Karriere bei ROSSMANN. Vielen Dank für deine Bereitschaft ein Interview zum Thema Female Leadership und unserem Frauennetzwerk Women@ROSSMANN zu führen.
Welche persönlichen Eigenschaften und Rahmenbedingungen waren aus deiner Sicht entscheidend für deinen Weg in die Geschäftsleitung?
Ich denke mir haben meine Neugier, Kreativität und Leidenschaft geholfen. Ich wollte immer gestalten und Dinge voranbringen. Wichtig waren auch eine gewisse Hartnäckigkeit und der Mut, neue Wege zu gehen. Genauso wichtig war aber das Umfeld bei ROSSMANN. Ich traf auf Führungskräfte, die mir früh Verantwortung und Vertrauen geschenkt haben. Hier zählen Leistung und Engagement, nicht das Geschlecht. Die offene, familiäre Kultur ermöglichte es mir, meine Karriere im Einklang mit meiner familiären Situation zu entwickeln. Man hat mich gefordert, aber eben auch gefördert.
Was bedeutet für dich Female Leadership?
In erster Linie macht es darauf aufmerksam, dass mehr Frauen in Führungspositionen sollten – 2024 waren es in Deutschland nur 29,1 %. Damit liegt Deutschland deutlich unter dem EU-Schnitt von 35,2 %. Vor allem bedeutet es für mich aber authentische Führung. Es geht nicht um einen „weiblichen“ Stil, sondern darum, als Frau die eigene Persönlichkeit mit all ihren Facetten einzubringen. Eigenschaften wie Empathie und eine starke Kommunikationsfähigkeit sind Stärken, die Führung unglaublich bereichern.
Welche Werte sind dir in deiner Führungsrolle besonders wichtig?
In meiner täglichen Arbeit sind mir drei Werte besonders wichtig: Vertrauen, Transparenz und Wertschätzung – alles flankiert von guter Kommunikation. Ich vertraue auf die Expertise jedes Einzelnen und gebe bewusst Freiräume für gute Ergebnisse. Transparenz über Entscheidungen schafft Motivation. Und nicht zuletzt ist es die Wertschätzung für die geleistete Arbeit, die anspornt und zeigt, dass jeder Beitrag gesehen wird.
Welche Maßnahmen ergreift ROSSMANN, um Frauen gezielt auf ihrem Weg in Führungspositionen zu unterstützen?
85,78 % unserer Mitarbeiter sind Frauen, ein Drittel der Führungspositionen ist weiblich besetzt. Darauf ruhen wir uns nicht aus, sondern schaffen aktiv die richtigen Rahmenbedingungen: flexible Arbeitszeitmodelle, gezielte Entwicklungs- und Mentoring-Programme und Netzwerke – allen voran unser Frauennetzwerk Women@ROSSMANN, das Raum für Austausch, Inspiration und gegenseitige Unterstützung bietet.
Kannst du uns – bevor wir zum Frauennetzwerk im Speziellen kommen – einen Einblick in die Netzwerke bei ROSSMANN geben: Welche Netzwerke gibt es und welche Bedeutung spielen diese für die Unternehmenskultur?
Netzwerke sind bei ROSSMANN ein wesentlicher Bestandteil unserer Vielfaltskultur. Neben unserem Frauennetzwerk „Women@ROSSMANN“ gibt es zum Beispiel auch ein LGBTQIA+ Netzwerk, „Arbeitskinder@ROSSMANN“, sowie das Kraftquelle Elternnetz, die Netzwerkgruppe Alter und ColourConnection.
Die Netzwerke schaffen ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit und bieten den Mitarbeitenden eine Plattform, um sich zu Themen auszutauschen, die ihnen wichtig sind. Egal, ob aus dem Vertrieb, der Logistik oder der Zentrale – alle Mitarbeitenden von ROSSMANN können sich in ihrer Freizeit in den Netzwerken engagieren.
Was ist deine Motivation für dein Engagement als Patin in dem Frauennetzwerk Women@ROSSMANN?
Meine Motivation ist ganz einfach: Ich möchte etwas zurückgeben und andere Frauen ermutigen, sich mehr zuzutrauen und ihre Karrierewünsche selbstbewusst zu formulieren. Ich will die Sichtbarkeit weiblicher Talente erhöhen. Das Netzwerk soll ein Kraftort sein, an dem Frauen die Unterstützung finden, die sie für ihren individuellen Weg brauchen.
Blicken wir über ROSSMANN hinaus: Viele Talente suchen auf Karrierekongressen wie der FEMWORX nach Wegen, ihre Karriere voranzutreiben. Warum ist Networking so entscheidend für die berufliche Entwicklung?
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Gute Leistung allein reicht oft nicht aus, um die Karriereziele zu erreichen. Man muss sichtbar sein. Und genau hier kommt das Netzwerken ins Spiel. Es geht dabei nicht um oberflächliches Kontakte-Sammeln, sondern um den Aufbau von echten Beziehungen. Ein gutes Netzwerk versorgt einen mit Informationen, die man sonst nicht bekommen hätte. Mein konkreter Rat lautet dabei aber ganz klar: Konzentrieren Sie sich auf den Aufbau weniger, aber dafür tieferer und vertrauensvoller Beziehungen. Ein paar wenige Verbündete sind mehr wert als hunderte flüchtige Kontakte.
Welchen abschließenden Rat würdest du jungen Frauen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, für ihren künftigen Karriereweg mitgeben?
Bleiben Sie sich selbst treu, aber seien Sie mutig. Gestalten Sie Ihren Weg aktiv und warten Sie nicht darauf, entdeckt zu werden. Sagen Sie Ja zu Herausforderungen, denn jede ist eine Chance zu wachsen. Und ganz wichtig: Definieren Sie selbst, was Erfolg für Sie bedeutet, und gehen Sie Ihren Weg mit Leidenschaft.
Vielen Dank für das Interview und die Einblicke.
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