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Der Gewinn des HERMES Startup Award 2026 war ein wichtiges Highlight. Was bedeutet diese Auszeichnung für BTRY und welches Feedback haben Sie dazu von Kunden und Partnern auf der Messe erhalten?

Der Hermes Startup Award war ein echter Höhepunkt für uns. Die Auszeichnung wurde auf einer der grössten Messebühnen der Welt vergeben, vor Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft, wie Friedrich Merz und Lula da Silva. Dies hat BTRY enorme Sichtbarkeit verschafft. An unserem Stand wurden wir täglich darauf angesprochen, die Trophäe stand bei uns natürlich gut sichtbar im Mittelpunkt. Auch über die Messe hinaus war die Resonanz stark. Für ein junges Unternehmen wie BTRY ist genau diese Anerkennung wertvoll: Sie schafft Vertrauen bei Kunden und Partnern und bestätigt, dass unsere Technologie einen echten Nerv trifft.

Als junges Unternehmen ist der Zugang zu industriellen Entscheidern essenziell. Wie hat die HANNOVER MESSE Ihnen dabei geholfen, Branchenriesen auf Ihre Technologie aufmerksam zu machen?

Die HANNOVER MESSE bringt die gesamte industrielle Wertschöpfungskette an einem Ort zusammen. Die relevanten Entscheider sind vor Ort und offen für neue Technologien, das macht den direkten Austausch einfach. Innerhalb weniger Tage kommt man mit Ansprechpartnern ins Gespräch, für die man sonst Monate Vorlaufzeit bräuchte. Unser Sieg beim Startup Tech Race und der Hermes Award haben zusätzlich Türen geöffnet und uns eine Aufmerksamkeit verschafft, die wir als Startup sonst nur schwer erreichen. So konnten wir Branchenriesen direkt überzeugen, im persönlichen Gespräch und mit dem Produkt in der Hand.

Welche konkreten Innovationen und Anwendungsbeispiele haben auf Ihrem Stand das größte Interesse geweckt, und was sagt das über die aktuellen Bedarfe der Industrie aus?

Wir entwickeln die dünnste Batterie der Welt. Sie ist nur 0.1 mm dünn und hat trotzdem eine extrem starke Performance. Auf das grösste Interesse stiessen Anwendungen in IoT und Medizinaltechnik, bei denen heutige Batterien schlicht zu dick, zu starr oder zu schwer sind: medizinische Pflaster zur kontinuierlichen Vitaldatenmessung, smarte Kontaktlinsen, vernetzte Hörgeräte und sowie ultraflache Tracker für die lückenlose Überwachung von Kühlketten und Logistik. Auch bei Consumer Electronics wie Kopfhörern oder Smartwatches ist die Batterie heute oft der limitierende Faktor, und genau den lösen wir auf. Das zeigt deutlich: Geräte werden kleiner, smarter und vernetzter, und die Energieversorgung ist quer durch die Industrie zum entscheidenden Engpass geworden. Wer hier eine Lösung bietet, eröffnet völlig neue Designfreiheiten.

Die HANNOVER MESSE gilt als wichtiger Impulsgeber. Welche Meilensteine stehen für BTRY als Nächstes an, und welche Erkenntnisse aus den diesjährigen Messegesprächen nehmen Sie dafür mit?

Erst diesen Monat konnten wir uns im EIC Accelerator durchsetzen, einem der kompetitivsten Förderinstrumente der EU. Der nächste grosse Meilenstein ist die Skalierung unserer Produktion, damit wir die wachsende Kundennachfrage so schnell wie möglich bedienen können. Aus den Messegesprächen nehmen wir vor allem eine Bestätigung mit: Der Bedarf an kleinen leistungsfähigen Batterien ist real und drängend. Das bestärkt uns darin, jetzt konsequent in die Industrialisierung zu investieren.

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