KI und Robotik rücken enger zusammen
Agile Robots testet aktuell die neue KI-Plattform Cosmos 3 für die Entwicklung und Simulation robotischer Anwendungen – mit besonderem Augenmerk auf virtuelle Umgebungen, die das Testen, Validieren und Optimieren von Roboterverhalten beschleunigen sollen.
6. Juli 2026Teilen
Die Verbindung von künstlicher Intelligenz und Robotik gilt als ein wichtiger Entwicklungsschritt auf dem Weg zu leistungsfähigeren und flexibleren Automatisierungslösungen. In diesem Kontext setzt Agile Robots verstärkt auf Physical AI, bei der intelligente Softwaremodelle direkt mit physischen Robotersystemen interagieren. Ein aktueller Baustein dieser Strategie ist die Nutzung der neuen Plattform Cosmos 3, die verschiedene KI- und Simulationsfunktionen in einer einheitlichen Umgebung vereint.
Cosmos 3 kombiniert die Erzeugung synthetischer Welten, visuelles Schlussfolgern sowie die Simulation von Handlungen in einem sogenannten World Foundation Model. Das Ziel besteht darin, virtuelle Umgebungen zu schaffen, in denen Robotersysteme realitätsnah trainiert, getestet und weiterentwickelt werden können. Das KI-Team von Agile Robots untersucht derzeit die Möglichkeiten der Plattform und konzentriert sich dabei insbesondere auf Simulationsanwendungen.
Die Integration von Cosmos 3 baut auf einer langjährigen Zusammenarbeit mit NVIDIA auf. Bereits heute nutzt das Unternehmen verschiedene Technologien des Halbleiter- und KI-Spezialisten, um Robotiklösungen zu entwickeln und zu betreiben. Dazu gehören unter anderem das Entwicklungsframework Isaac Lab für Robot Learning sowie Jetson-Plattformen für KI-Anwendungen direkt auf den Robotersystemen. Auch die Beteiligung an der European Industrial AI Cloud gehört zu den gemeinsamen Projekten.
Die neue Plattform wurde bereits mit verschiedenen Robotersystemen des Unternehmens getestet. Dazu zählen sowohl Single-Arm- als auch Dual-Arm-Roboter unterschiedlicher Baureihen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Frage, wie sich realistische virtuelle Umgebungen für die Entwicklung und Optimierung robotischer Arbeitsabläufe nutzen lassen.
Nach Angaben des Unternehmens kommt Cosmos 3 dabei als neuronaler Simulator zum Einsatz. Das System kann virtuelle Szenarien erzeugen, in denen Roboterverhalten unter unterschiedlichen Bedingungen getestet wird. Dadurch lassen sich neue Fähigkeiten prototypisch entwickeln, seltene oder kritische Situationen simulieren und Steuerungsmodelle validieren. Die virtuelle Erprobung soll Entwicklungszyklen verkürzen und den Aufwand für reale Tests reduzieren.
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