Nicht frisch, aber ökologisch
Ein neues Forschungsprojekt am Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) der Hochschule Hannover heißt „Resi – Reststoffe innovativ“. Darin erforschen Wissenschaftler die Nutzung von landwirtschaftlichen Rest- und Abfallstoffen statt frischer Biomasse für die Kunststoffindustrie.
24. März 2026Teilen
Im Projekt „Resi – Reststoffe innovativ“ wird das IfBB landwirtschaftliche Rest- und Abfallstoffe aus Niedersachsen als biogene Materialien erforschen, um fossile Rohstoffe zu ersetzen und damit Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit zu fördern – gemeinsam mit einem Konsortium, bestehend aus dem Institut für Technische Chemie (TCI) der Leibniz Universität Hannover sowie den Firmen Vogelsang GmbH & Co. KG und Holzmühle Westerkamp GmbH als weitere Projektpartner. Durch die Verwendung von Reststoffen statt frischer Biomasse soll zusätzlicher Flächenverbrauch für die Rohstoffproduktion vermieden werden, was das Verfahren potenziell ökologisch sinnvoller macht.
Folgende Forschungsfragen stehen dabei im Mittelpunkt: Welche biobasierten Reststoffe und Koppelprodukte aus Niedersachsen eignen sich für die Kunststofftechnik und wie können sie innovativ als Füll- und Verstärkungsstoffe, funktionalisierende Additive oder auch als Fermentationsmedium in bislang ungenutzten Anwendungsfeldern eingesetzt werden? Und welche Verfahren sind notwendig, um die Reststoffe so aufzubereiten, dass sie industriell nutzbar, lagerfähig und anwendungsorientiert verwendbar sind?
Der Fokus liegt auf einer möglichst breiten Nutzung, also dem Einsatz in diversen Materialien und Rezepturen, damit alle Komponenten von Kunststoffen oder Verbundwerkstoffen abgedeckt werden.
Das Kickoff-Treffen der beteiligten Partner fand am 17. Dezember 2025 statt. Das Projekt gliedert sich ein in die umfangreiche Forschung des IfBB an der Hochschule Hannover zum Thema Reststoffnutzung und es läuft bis zum 30.11.2027. Gefördert wird „Resi – Reststoffe innovativ“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen im Programmgebiet „Stärker entwickelte Region“ (SER), Förderperiode 2021-2027.
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