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Das Forschungszentrum Jülich vereinbarte dieser Tage mit den Partnern Atos und ParTec die Erweiterung des Supercomputers JUWELS, dessen Name ein Akronym von "Jülich Wizard for European Leadership Science" ist. Mit dem neuen so genannten Booster-Modul, das mehrere Tausend Grafikprozessoren umfasst, soll JUWELS fit gemacht werden für extreme Rechenleistungen und für Aufgaben der Künstlichen Intelligenz. Als deutsch-französisches Projekt wird das Modul gemeinsam mit den Unternehmen NVIDIA und Mellanox im Co-Design-Verfahren konzipiert. Mit dem Start des Boosters im Jahr 2020 soll die Rechenleistung von JUWELS von aktuell zwölf auf mehr als 70 Petaflops erhöht werden, was 70 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde entspricht, also in etwa der Leistung von über 300 000 modernen PCs.

JUWELS folgt dem neuartigen Prinzip der in Jülich entwickelten modularen Supercomputing-Architektur, mit der unterschiedliche Module, die auf verschiedene Anforderungen zugeschnitten sind, kombiniert werden können. Über eine einheitliche Systemsoftware werden die Module zusammengeführt und zu einem einzigen, ultraflexiblen Supercomputer zusammengeschaltet. Das erste Modul, das so genannte Cluster-Modul, ging bereits 2018 in Betrieb und war von Anfang an für die Erweiterung durch zusätzliche Module ausgelegt. Das mit Abstand größte dieser Module soll das nun kommende, mit Grafikprozessoren ausgestattete Booster-Modul werden. So wird es künftig möglich sein, große Datenmengen und besonders rechenintensive Programmteile parallel mit höchster Effizienz zu bearbeiten, beispielsweise für großangelegte Simulationen oder maschinelles Lernen.

"Die modulare Supercomputing-Architektur ermöglicht es, flexibel und ohne Kompromisse die besten verfügbaren Technologien zu integrieren", erläutert Prof. Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre (JSC). "Die Modularität ist unsere Antwort auf die zunehmend komplexeren und heterogeneren Anforderungen der Anwendungscodes an die Supercomputer. Sie erlaubt, Exascale kostengünstig zu realisieren und wird es sogar ermöglichen, so exotische Zukunftstechnologien wie Quantencomputer zu integrieren.

Forschungszentrum Jülich GmbH (D-52428 Jülich)
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