Getriebegehäuse für große Schiffe sind immer Unikate, weshalb für sie teure individuelle Gussformen hergestellt werden müssen. Nicht so im 3D-Druck, der noch weitere Vorteile bietet: Durch ihn lässt sich das Gewicht der Einzelteile reduzieren und Material sparen, da beim Drucken andere Konstruktionen möglich sind. So können z. B. Hohlräume oder Wabenstrukturen eingebracht werden.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln deshalb der Schiffsgetriebe-Hersteller Reintjes GmbH , die Eilhauer Maschinenbau GmbH , TEWISS – Technik und Wissen GmbH , das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover einen 3D-Drucker, in dem die tonnenschweren stählernen Teile in einem Druckraum von der Größe eines Frachtcontainers hergestellt werden. Gedruckt wird mit laserunterstütztem Lichtbogenschweißen, die Qualitätssicherung erfolgt über eine Inline-Messtechnik. Die erhofften Einsparungen durch die additive Fertigung sind erheblich: Das stählerne Getriebegehäuse aus dem 3D-Drucker soll maximal 10 t wiegen – im Guss erreicht es ein Gewicht von 13 t.