44 % der US-Unicorn-Gründer sind international
Seit über elf Jahren begleitet das STEP USA Programm der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer (AHK New York) innovative deutsche Startups erfolgreich beim Markteintritt in die USA. Mehr als 600 Start-ups haben bereits an dem Programm teilgenommen und von dem starken transatlantischen Netzwerk der AHK New York profitiert.
1. Apr. 2026Teilen
Unsere Erfahrung aus über einem Jahrzehnt transatlantischer Innovationsarbeit bestätigt eine zentrale Erkenntnis: Innovation ist kein nationales Projekt, sondern ein globales Phänomen.
Empirische Analysen zu den Gründern US-amerikanischer Unicorns unterstreichen diese Realität eindrucksvoll. Von 1.078 Gründern hinter 500 US-Unicorns wurden 474 (ca. 44 Prozent) außerhalb der Vereinigten Staaten geboren. Darunter befinden sich 18 Gründer mit deutschem Herkunftshintergrund. Nahezu jede zweite milliardenschwere Unternehmensgründung in den USA ist somit auf internationale Unternehmerinnen und Unternehmer zurückzuführen. Diese Zahlen sind kein Zufallsbefund, sondern Ausdruck eines strukturellen Musters: Globale Talentmobilität ist ein zentraler Treiber von Innovation, insbesondere in technologieintensiven Zukunftsfeldern wie der Künstlichen Intelligenz.
Wie leistungsfähig international geprägte Innovationsökosysteme sein können, zeigt sich exemplarisch am Standort New York City. Der Großraum zählt heute zu den weltweit führenden KI-Clustern mit über 2.000 KI-Startups, 35 KI-Unicorns, rund 17 Milliarden US-Dollar Venture-Capital-Volumen und mehr als 40.000 KI-Fachkräften. Diese internationale Wettbewerbsfähigkeit beruht nicht allein auf Kapital oder Infrastruktur, sondern vor allem auf institutioneller Offenheit: Offenheit für internationale Talente, für unterschiedliche Perspektiven und für unternehmerisches Risiko. Innovationsräume entstehen dort, wo Vielfalt als Treiber verstanden wird.
Internationale Entwicklungen verdeutlichen darüber hinaus, welches Potenzial in einer stärkeren Beteiligung von Gründerinnen liegen kann. In den USA wird mittlerweile nahezu jede zweite Neugründung von einer Frau initiiert. Ein klares Signal dafür, wie dynamisch und innovationsstark vielfältige Gründungsökosysteme sein können. Diese Entwicklung kann auch für Deutschland ein wichtiger Impuls sein, das Gründungsumfeld weiter zu stärken, Hürden abzubauen und noch mehr unternehmerische Initiative zu ermöglichen.
Genau an dieser Schnittstelle versteht sich die AHK New York als aktive Gestalterin. Mit unserem STEP USA Programm schaffen wir nicht nur den US-Marktzugang, sondern institutionelle Anschlussfähigkeit an eines der dynamischsten Innovationsökosysteme der Welt. In der Verbindung mit Plattformen wie FEMWORX wird deutlich: Die Zukunft erfolgreicher Innovationsstandorte liegt in der gezielten Verbindung von Internationalisierung, Industriekompetenz und inklusiver Talentförderung. Unser Anspruch ist es, globale Perspektiven in wirtschaftliche Wirkung zu übersetzen und Innovation dort zu ermöglichen, wo Vielfalt auf unternehmerische Verantwortung trifft.
Ein Beitrag von FEMWORX in Zusammenarbeit mit Susanne Johnson, Director of Consulting Services, Executive Director – Philadelphia Chapter, German American Chamber of Commerce, Inc.
Quellen:
https://news.crunchbase.com/venture/foreign-born-entrepreneurs-drive-americas-unicorn-boom-strebulaev-stanford/
https://www.technyc.org/nyc-tech-snapshot-2025
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