Im strategischen Forschungsfeld Sicherheits- und Verteidigungsforschung der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) ist die 6G-Forschungsroadmap ein prioritäres technologiegetriebenes Vorhaben. Sie zielt auf die Erforschung und Entwicklung sicherer und resilienter Kommunikationstechnologien der nächsten Generation ab. Ende dieses Jahrzehnts wird international mit der Markteinführung gerechnet.

Dazu erklärt die Bundesministerin Dorothee Bär: „Die Forschung von heute schafft die Basis für die Wertschöpfung und für technologische Souveränität von morgen. Wir wollen bei 6G zu den Technologieführern gehören. Der neue Mobilfunkstandard 6G hat das Potenzial, unser technologisches Ökosystem neu zu definieren, mit enormen Sprüngen bei Performance, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Es gilt, jetzt die strategischen Weichen zu stellen, denn 6G ist ein wichtiger Innovationsmotor für Deutschland. Die 6G-Forschungsroadmap ist unser strategischer Fahrplan zum kommenden 6G-Mobilfunkstandard. Durch sie bringen wir deutsche Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für 6G zusammen“.

Die 6G-Forschungsroadmap ist eine zentrale Maßnahme der Hightech Agenda Deutschland im strategischen Forschungsfeld „Sicherheits- und Verteidigungsforschung. Sie baut auf der erfolgreichen 6G-Forschungsinitiative (2021-2025) des BMFTR auf und ist in Abstimmung mit den betroffenen Bundesressorts sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt worden. Die Leitziele, Handlungsfelder und Maßnahmen der 6G-Forschungsroadmap setzen auf den bisherigen Ergebnissen auf und entwickeln diese mit Blick auf ein zukunftsfähiges Innovations- und Transferökosystem für 6G in Deutschland und Europa gezielt weiter. Die 6G-Forschungsroadmap fokussiert zudem auf die werteorientierte Stärkung der nationalen und europäischen Entwicklungs-, Spezifizierungs- und Standardisierungsbemühungen sowie den Ausbau internationaler Kooperationen mit Wertepartnern.

Der erste Meilenstein der 6G-Forschungsroadmap wird der Start von vier 6G-Transfer-Hubs Anfang 2026 sein. Die dazugehörigen umfangreichen Forschungs-, Test- und Validierungsinfrastrukturen für Wissenschaft und Wirtschaft werden mit Unterstützung der beteiligten Bundesländer aufgebaut und bereitgestellt. Die 6G-Transfer-Hubs sind mit einer Förderung (einschließlich geldwerter Leistungen) von bis zu 200 Millionen Euro durch das BMFTR, das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität sowie die beteiligten Bundesländer hinterlegt.