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Das Spezialchemie-Unternehmen Evonik aus Essen und der Siemens-Konzern wollen in den kommenden zwei Jahren am Evonik-Standort in Marl eine Versuchsanlage aufbauen, in der zwei Bakterienarten Chemikalien wie Butanol oder Hexanol erzeugen . Beide werden als Ausgangsstoffe beispielsweise für Kunststoffe oder Nahrungsergänzungsmittel genutzt. Außerdem ist es laut den beiden Konzernen möglich, so den Treibstoff Ethanol zu produzieren. Das Projekt mit der Bezeichnung Rheticus wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 2,8 Mio. Euro gefördert.

Rheticus soll zeigen, dass eine künstliche Photosynthese möglich ist. Von Siemens stammt dabei die Elektrolysetechnik, mit der Kohlendioxid und Wasser mithilfe von Strom in Wasserstoff und Kohlenmonoxid (CO) umgewandelt werden. Von Evonik kommt das Fermentationsverfahren, das die CO-haltigen Gase mithilfe von Mikroorganismen in Wertstoffe umwandelt. Das erste Ziel besteht darin, eine technische Versuchsanlage für das Verfahren zu entwickeln. Im nächsten Schritt soll dann eine Produktionsanlage mit einer Kapazität von etwa 20.000 Tonnen jährlich entstehen.