In der Entwicklung des autonomen Fahrens wird größtenteils die Lasersensorik Lidar eingesetzt. Bisherige Technologien sind für die Serienfertigung jedoch entweder sehr teuer oder zu unpräzise. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat einen Lidar-Sensor entwickelt, der sowohl leistungsfähig ist als auch kostengünstig produziert werden kann. Mithilfe von Silizium wurde ein Spiegel mit einer komplexen Mikrostruktur erzeugt, der ein sehr weites Blickfeld abdecken kann – daher auch der Name Blickfeld des Startups, das 2017 an der TUM gegründet wurde. Die Technologie hat weitere Vorteile: Das System ist nur faustgroß und kann z. B. in Scheinwerfer oder Rückspiegel eingebaut werden. Weil es kaum mechanische Teile braucht, ist es robuster als bisherige Lidar-Technologien. Und trotz der Hightech-Methode sind die sogenannten MEMS-Spiegel einfach zu produzieren.

Dieses Geschäftsmodell überzeugte auch die Jury von „Start me up! “. Der Gründungswettbewerb wird vom Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ und den Unternehmen Daimler, HanseMerkur und ProSiebenSat1 Media ausgerichtet. Blickfeld konnte sich gegen insgesamt 1.200 Bewerber durchsetzen und gewann den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis.