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Das IfM Bonn definiert den Mittelstand durch die Einheit von Eigentum und Leitung. Entsprechend zählen zum Mittelstand sowohl kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die in keiner Abhängigkeit zu anderen Unternehmen stehen, als auch große Familienunternehmen , wenn mindestens die Hälfte der Unternehmensanteile bei den Eigentümern liegt und diese die Geschäfte auch führen.

Dem IfM zufolge verkauften im Jahr 2017 etwa zwei Drittel der rund 345.000 exportierenden KMUs Waren innerhalb der EU sowie in Drittländer, und rund ein Drittel ausschließlich in den EU-Raum. Insgesamt entfielen über die Hälfte der KMU-Exportumsätze auf den europäischen Binnenmarkt. Gemessen an ihrem Gesamtumsatz lag der Exportanteil in die europäischen Nachbarstaaten bei 11,6 %. Ähnlich wichtig ist der benachbarte Euro-Raum für die größten Familienunternehmen in Deutschland: Gut jeden fünften Euro des Gesamtumsatzes setzten sie 2015 nach eigenen Angaben im europäischen Binnenmarkt um. „Der Mittelstand in Deutschland profitiert insgesamt im großen Ausmaß von den Rahmenbedingungen des europäischen Binnenmarktes, wie beispielsweise vom freien Handel. Für die mittelständischen Unternehmen ist die Stabilität des Staatenbundes daher von großer Bedeutung“, erklärt Prof. Dr. Friederike Welter vom IfM Bonn/Universität Siegen.