Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) sind das elektrochemische Herz von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen. Das Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE ist das einzige Forschungsinstitut weltweit, das über MEA-Produktionsanlagen im industriellen Maßstab verfügt – einschließlich Mikrostrukturanalyse und Charakterisierung von MEAs im Prüfstand. Es ermöglicht der Industrie damit einen schnellen Transfer vom Labor in die industrielle Produktion. Im Mittelpunkt der Forschung am Fraunhofer ISE stehen skalierbare Fertigungsverfahren, denn mit dem Hochlauf von Wasserstofftechnologien, der Transformation der Industrie und der Elektrifizierung des Schwer- und Nutzfahrzeugverkehrs steigt der Bedarf an MEAs rasant.

Im neuen Produktionslabor H2 MEA-TEC erforscht das Fraunhofer ISE die gesamte Wertschöpfungskette: vom Katalysatorpulver bis zur fertig charakterisierten MEA. Dabei helfen Produktionslinien, Teststände und Mikrostrukturanalytik, gebündelt unter einem Dach. Für die Entwicklung neuer Produktionsprozesse stehen im H2 MEA-TEC industrienahe Roll-to-Roll-(R2R)-Anlagen für Katalysatorbeschichtung, Schichttransfer und MEA-Fertigung zur Verfügung. Ergänzt werden sie durch eine industrienahe Herstellung und Anpassung von Katalysatortinten. Dadurch wird die Evaluierung und der Vergleich neuer Produktionsprozesse und Materialien sowie die Herstellung und Qualitätssicherung von Komponenten für Prototypen und Demonstratoren für Industriekunden möglich. Die umfassende Digitalisierung und datenbasierte Analyse der Produktionsprozesse erlaubt zudem eine gezielte Optimierung hin zu stabilen, effizienten und skalierbaren Fertigungslösungen.

Auf der HANNOVER MESSE 2026 zeigen die Freiburger Forscher verschiedene MEA-Designs im Labor- und Vollformat für Elektrolyse und mobile Brennstoffzelle mit kommerziell erhältlichen Materialien.

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