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Sowohl Baumpflegebetriebe bei der Behandlung oder Fällung erkrankter Bäume als auch Forstbetriebe in der Holzwirtschaft nutzen für ihre Arbeiten speziell konzipierte Steigeisen, die das Erklimmen hoher Bäume vereinfachen. Das Hilfsmittel wird mittels stabiler Klettverschlüsse im Fuß- und Wadenbereich befestigt, wobei der Fuß in einem Steigbügel aus Aluminium oder Kohlefaser steht. Die eigentliche Steighilfe aber bietet ein seitlich an einem Schaft angebrachter Dorn, der dem Fachpersonal ermöglicht, den Stamm zuerst hinaufzuklettern und dann mit sicherem Stand im Baum diesen mit der Motorsäge zu bearbeiten oder Stück für Stück abzutragen.

FEINGUSS BLANK – Hidden Champion im Herzen Oberschwabens

Das Familienunternehmen BLANK aus dem oberschwäbischen Riedlingen gehört zu den führenden Feingießereien mit Bearbeitungszentrum in Europa. Laut BLANK ist kein anderes metallformendes Verfahren in der Lage, ähnlich komplexe Formen zu vergleichbaren wirtschaftlichen Bedingungen herzustellen, wie der Feinguss nach dem Wachsausschmelzverfahren. Ergebnis ist eine Qualität auf höchstem Niveau, Genauigkeit bis ins kleinste Detail und eine nahezu unerschöpfliche Werkstoffvielfalt. All das macht FEINGUSS BLANK seit mehr als sechs Jahrzehnten zum Premium-Partner in der Automobilindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektrotechnik, in der Feinmechanik und in vielen weiteren Branchen – und jetzt auch in der Holzwirtschaft.

Die Form folgt der Funktion

Dass BLANK besagten Steigdorn jetzt im Feinguss realisiert, hat zum einen wirtschaftliche Gründe. Die längliche Geometrie des Dorns mit vorstehender Spitze sorgt dafür, dass ein spanabnehmendes Verfahren, beispielsweise das Fräsen aus einem Metallblock, zu einem wesentlich höheren Materialeinsatz führen würde – was wiederum mit deutlich höheren Kosten verbunden wäre. Das Feingussverfahren an sich bietet aber auch konstruktive Vorteile, so lässt es nahezu unbegrenzten Spielraum bei der geometrischen Gestaltung des Gussteils, insbesondere bei der Umsetzung organischer Formen. Diese Topologieoptimierung, also die computerbasierte Optimierung zur Ermittlung der günstigsten Grundgestalt eines Bauteils unter mechanischer Belastung, kann nochmals signifikante Materialeinsparungen bewirken. Geleitet vom Lastenheft können so Teile konstruiert werden, die exakt den späteren Anforderungen entsprechen, vor allem auch die Stabilität und Sicherheit im Einsatz betreffend.

Nimm’s leicht

Bei Steigdornen sind aber nicht nur das eingesetzte Herstellungsverfahren und die Belastbarkeit von Bedeutung – da das Steigeisen direkt am Fuß befestigt wird, spielt auch das Gewicht des Gussteils bei der Realisierung eine wesentliche Rolle. Hier kommt die jahrzehntelange Erfahrung der BLANK-Gruppe zum Tragen, steht ihr doch eine nahezu unerschöpfliche Werkstoffvielfalt zur Verfügung, um dem Wunsch nach einem möglichst geringen Gewicht bei ungemindert hoher Belastbarkeit nachkommen zu können.

Zum Ende hin geht alles ganz schnell

Die von BLANK produzierten Steigdorne sind – je nach Anwendungsfall – zwischen 31 und 57 Millimeter lang, bei einer variierenden Spitzenhöhe von 29 bis 48 Millimeter. Im Anschluss an den Gussprozess folgen nur noch wenige mechanische Bearbeitungsschritte. Zum einen wird der Dorn noch etwas angespitzt, um den Aufstieg im Baum zu erleichtern, zudem wird die Befestigung am Schaft vorbereitet. Abschließend erfolgt für höchsten Korrosionsschutz eine Thermodiffusionsverzinkung sowie eine Beschichtung mit schwarzem PTFE, welches ein leichteres Herauslösen des Dornes aus der Baumfaser ermöglichen soll. Weitere Bearbeitungsschritte sind dank des Feingussverfahrens nicht erforderlich.

Video FEINGUSS BLANK