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Im Dezember 2016 eröffnete die damalige französische Umweltministerin Ségolène Royal nahe der Kleinstadt Tourouvre in der Normandie eine rund einen Kilometer lange, mit Photovoltaik-Modulen gepflasterte Straße. Mit dem rund 5 Mio. Euro teuren Projekt sollte getestet werden, ob der erzeugte Strom für den Betrieb der Straßenlaternen des Ortes ausreichend wäre. Im Erfolgsfall wollte Frankreich bis zu 1.000 km Straßen mit den Modulen auslegen. Inzwischen gilt das Projekt als Flop. Im Juli berichtete die Global Construction Review , dass die Beschichtung sich als nicht stabil genug erwiesen habe und an etlichen Stellen gesplittert sei. Schon im Sommer 2018 sei daher ein Teil der Straße erneuert worden. Zudem habe die Stromproduktion selbst in Spitzenzeiten nur etwa die Hälfte des erwarteten Werts erreicht. Außerdem musste wegen der Geräuschentwicklung auf der Straße die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h gesenkt werden.

Entwickelt hatte den Wattway genannten Straßenbelag das international tätige Tiefbauunternehmen Colas aus der Nähe von Paris zusammen mit dem französischen Nationalen Institut für Solarenergie . Die verwendeten Solarzellen bestehen aus polykristallinem Silizium und sind in ein mehrlagiges Substrat eingebettet. Eigentlich sollte der Belag dem Gewicht von Traktoren und Lkws standhalten – doch das klappte offensichtlich nicht.