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In Zeiten, in denen vieles in Frage gestellt wird – allem voran die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen – muss man sich hin und wieder bewusst machen, dass wir manche Kröte noch etwas länger werden schlucken müssen, als uns und vor allem dem Klima lieb sein wird. Dazu gehören unter anderem auch Anlagen der Öl- und Gasindustrie, sowohl On- als auch Offshore. Aber auch die erneuerbaren Energien gehen verstärkt dahin, wo die Bedingungen rau und fordernd sind. Für die Verankerung der Fundamente von Offshore-Windparks sind Arbeiten nötig, die kaum weniger anspruchsvoll sind als die Förderung von Öl und Gas.

Hartes Brot in schwerer See

Die oft wechselnden Bedingungen an Land, vor allem aber auf See, verlangen Baukomponenten solcher Anlagen daher eine Menge ab. Ob Salzwasser, Vibrationen, Schmutz, extreme Temperaturunterschiede, hohe mechanische Beanspruchungen oder Explosionsrisiko – nahezu alle Bauteile sind bei Bohr- und Fördermaßnahmen extremen Bedingungen ausgesetzt. Zulieferer für solche Komponenten sind daher gefordert, maximale Qualitätskriterien zu erfüllen, da es nicht nur um das eingesetzte Equipment, sondern meist auch um Menschenleben und die Verhinderung von Umweltkatastrophen geht.

Et hätt noch immer jot jejange

Zu den anerkannten Spezialisten insbesondere für Energieführungen, Leitungen und Schläuche gehört das Kölner Unternehmen igus. Der Innovationstreiber aus dem Rheinland – allein für das Jahr 2022 finden sich 175 neue oder optimierte Lösungen im umfangreichen Portfolio – stellt sich mit seiner in Jahrzehnten erworbenen Kunststoff-Expertise den gerade genannten Herausforderungen.

Ob am Cantilever oder im hochdynamischen Pipe-Handling – igus hat die passenden Produkte für diese besonderen Einsatzorte. In Landbohranlagen oder Offshore-Bohranlagen sorgen die Kölner nicht nur für eine zuverlässige Energieführung – dank eines eigenen Engineering-Teams und DNV- und NEK-zertifizierten chainflex Leitungen ist igus auch Anbieter anschlussfertiger Komplettsysteme, zugeschnitten auf ganz individuelle Anforderungen. In dem bereits erwähnten Topf an Neuheiten finden sich somit auch Komponenten, die den geschilderten Ansprüchen nochmals besser gerecht werden sollen.

Die erste Energiekette aus bis zu 100 Prozent recyceltem Material

Mit der cradle-chain E2.1.CG feiert igus eine Weltpremiere. Die erste Energiekette aus recyceltem Material entstand auf der Grundlage des igus chainge Programms, mit dem ausgediente Kunststoff-Schlepp- und Energieketten eingesammelt werden, statt sie mit anderen Produkten über den Industriemüll zu entsorgen. Das Besondere dabei: igus nimmt grundsätzlich alle Energieketten an, auch die anderer Hersteller. Das Ziel dahinter ist es, ein Maximum des eingesammelten Kunststoffs der Wiederverwertung zuzuführen, entweder in der eigenen Produktion oder durch die Nutzung eines Recycling-Partners, der das Material einer Neuverwertung zuführt. Das Team von igus trennt selbst vor Ort sortenrein und verarbeitet das für die eigene Produktion nutzbare Material zu Regranulat. Lieferanten ausgedienten Materials vergütet igus übrigens mit einem Gutschein, der sich nach dem Gewicht der eingesendeten Ketten bemisst.

So wird es möglich, die cradle-chain E2.1.CG aus bis zu 100 Prozent recyceltem Material zu produzieren, nur in Einzelfällen müssen bei Bedarf geringe Mengen Neumaterials zugeführt werden. Die Kölner tauften ihren recycelten Werkstoff, der laut der igus-Entwickler tatsächlich Neuwarenqualität aufweisen soll, auf den Namen igumid CG. Für Interessenten hält igus wie üblich reichlich Informationsmaterial auf seiner Website bereit, aber auch einer direkten Ansprache steht man in Köln wie immer aufgeschlossen gegenüber.

Heavy-Duty Rollenkette für höchste Lebensdauer mit optimiertem Design

Die neue igus Heavy-Duty-Rollenkette P4HD.56R ist insbesondere für Anforderungen ausgelegt, die bei Containerkranen der nächsten und übernächsten Generation gelten werden. Das heißt, immer längere Wege, höhere Dynamik, kurze Lastspiele, null Ausfälle – so steht es jedenfalls, kurz gefasst, in den Lastenheften der Hersteller von Ship-to-Shore-Containerkranen für Energieketten auf den Kranbrücken. Die neue P4HD.56R soll laut igus all diese Anforderungen erfüllen – bei maximaler Wirtschaftlichkeit.

Hybrid-Energiekette YE – Stark, rüttelfest und kompakt

Die Hybrid-Energiekette YE an sich ist nicht ganz neu im igus-Sortiment. Ihr Materialmix aus leichtem Kunststoff und stabilem Stahl gilt gemeinhin als idealer Kompromiss, um hohe freitragende Wege zu bewältigen. Entstanden ist das System YE aus den Anforderungen von Baumaschinen und Hubsteigern, soll heißen höchstmögliche freitragende Länge bei kompakten Abmessungen und möglichst geringem Gewicht. Eine weitere Besonderheit des Systems YE ist eine Konstruktion, die auf Schrauben, Nieten oder Bolzen verzichtet, weil diese sich unter Vibrationen lösen könnten.

Neu ab Sommer 2022 sind jetzt YE Hybridketten mit einer Innenhöhe von bis zu 112 Millimetern (maximale Innenhöhe bisher 56 Millimeter), die entsprechend mehr oder stärker dimensionierte Leitungen aufnehmen können. Zudem gibt es für einige Größen ab sofort ein optionales Deckelsystem, durch welches das innere der Kette noch zuverlässiger vor äußeren Einflüssen geschützt wird.

Modulares Energiekettensystem e-loop

Das modulare Energiekettensystem e-loop von igus dient dazu, Leitungen in hängenden Anwendungen sicher zu führen. Als Alternative zum Service Loop entwickelt, eignet sich der e-loop somit ideal für dreidimensionale Anwendungen. Dazu soll der e-loop die Vorteile einer Kunststoff-Energiekette mit denen eines hochfesten Zugseils kombinieren, wobei die Zugkräfte durch das Zugseil im inneren der Kette an die Anschlusselemente und die Struktur geleitet werden. Dadurch bleiben die Leitungen im inneren selbst komplett zugentlastet. Die modulare e-loop-Kette aus Hochleistungskunststoff bietet zudem einen definierten Biegeradius und soll Vibrationen und Schlägen standhalten.

Neu in 2022 ist der neue e-loop ELP.TD.300 für Top-Drive-Anwendungen. Im Unterschied zu bisherigen Versionen besteht beim ELP.TD.300 das Außenkettenglied aus nur einem einzigen Spritzgussteil, wodurch die Gefahr sogenannter „Drops“ weiter reduziert werden soll. Seitliche Öffnungen vereinfachen zudem das Befüllen von Leitungen. Hinzu kommen weitere Vorteile wie einfache Wartung, lange Lebensdauer und Witterungsbeständigkeit.

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