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Die zentrale Herausforderung des Forschungsprojekts besteht darin, schwer zugängliche Bauteile zu reinigen, ohne das Triebwerk zu zerlegen. „Unser Ziel ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das die Bauteile unter so genannten On Wing-Bedingungen reinigt – das heißt, das Triebwerk wird dazu nicht vom Flügel abgenommen", sagt Forschungsleiter Prof. Dr. Gerald Ruß von der Hochschule Darmstadt (h_da) . In einem Vorgängerprojekt wurde bereits ein Verfahren entwickelt, um Triebwerke durch einen konzentrierten Beschuss mit gefrorenen Kohlendioxid-Partikeln zu reinigen. Es wird derzeit bei Lufthansa Technik im Wartungsbetrieb erprobt und soll etwa 0,5 % Kraftstoff zu sparen.

Mit dem aktuellen Projekt soll ein größerer Bereich des Triebwerks unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsvorschriften gesäubert und der Kraftstoffverbrauch dauerhaft um weitere 0,5 % gesenkt werden. Dafür werden neuartige Reinigungsverfahren zunächst an Einzelbauteilen, später am ganzen Triebwerk erprobt. Durch Computersimulationen sollen zudem verschiedene Reinigungsverfahren verglichen werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Vorhaben mit gut 1 Million Euro.