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In einer großen Koalition könnte das Thema KI mehr Gewicht bekommen, als die Wahlprogramme hätten vermuten lassen. Im Entwurf des Koalitionsvertrags vom 7. Februar wird ein neuer Élysée-Vertrag anvisiert, dazu heißt es wörtlich: „Deutschland und Frankreich müssen insbesondere auch Innovationsmotor sein und werden dies in Vorhaben wie der Erforschung Künstlicher Intelligenz unter Beweis stellen.“ Noch mehr:

„Insbesondere wollen wir Deutschland zu einem weltweit führenden Standort bei der Erforschung von künstlicher Intelligenz machen. Hierzu wollen wir aus der Plattform Lernende Systeme heraus ein Nationales Forschungskonsortium für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen aufbauen und konsequent auf Anwendungen in allen Feldern der Forschungs- und Innovationsstrategie ausrichten. Wir werden gemeinsam mit unseren französischen Partnern ein öffentlich verantwortetes Zentrum für künstliche Intelligenz errichten.“

Im Saarland gibt es schon jetzt das Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das von dieser Entwicklung profitieren könnte. Generell haben konkrete Digitalisierungsthemen im Koalitionsvertrag einen höheren Stellenwert bekommen als vor den Verhandlungen – was vonseiten der Verbände auch tendenziell positiv vermerkt wird. Allerdings wird sich Europa anstrengen müssen, wenn es in Sachen KI nicht abgehängt werden will. China hat sich ausdrücklich vorgenommen, bis zum Jahr 2025 KI-führend zu werden . Jüngstes Zeichen dieser Anstrengungen ist ein nukleares U-Boot, das autonom denken und handeln soll .