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Die Plattform ist offen für Erweiterungen, Anpassungen und Integration. „Und das natürlich DSGVO-konform“, verspricht Klaas Nebuhr von Lenze. Er versteht sich mit seinem auf Azure-laufenden PaaS-Angebot als Enabler für die KMU. Lenze liefert nicht nur die Komponenten, sondern auch die Sicherheit, die Infrastruktur und erste Applikationen auch aus Partnerunternehmen. Diese Applikationen könne der Kunde für seinen Maschinenkäufer individualisieren mit eigenen Funktionen und Designs rebranden. "Anschließend kann er sie dann schlüsselfertig an seinen Kunden weitergeben und im nächsten Schritt gemeinsam mit dem Anwender verbessern." Lenze gehe mit dem Kunden den ersten Schritt hin zu digitalen Services. "Wir nehmen ihn an die Hand, weil wir dank unseres Asset Managements wissen, was für ihn und seine Kunden Sinn machen könnte. Wir sitzen mit unseren Komponenten direkt in der Maschine und kennen die Anwendungen sehr gut."

Nebuhr kommt ins Schwärmen: "Es geht um das Gesamtpaket – analog zur Formel 1. Der Beste Fahrer reicht nicht, wenn das Auto oder die Boxencrew nicht zusammenpassen. Die OEE (Overall Equipment Effectiveness) beispielsweise können auch Wettbewerber ausrechnen, es geht um die Entwicklung von digitalen Produkten für die kleinen und mittelgroßen Maschinenbauer." Doch wie genau kann so ein digitales Produkt von Lenze aussehen?

"Wir starten gerade mit unserer OEE & Downtimetracking"-Applikation." Denn: Die OEE ist in vielen Unternehmen immer noch das Sorgenkind. Bei 80 Prozent sollte sie schon liegen, die Realität sieht oft anders aus. Es mangelt an Daten, aber viel öfter noch an der Transparenz dieser. Das ändert sich mit dem OEE & Downtimetracking. Das sorgt für mehr Transparenz im Produktionsprozess und das ohne zusätzliche Hardware oder Sensoren. Die Lenze-PLC berechnet die OEE. "Wir arbeiten an einer Lösung, die auch andere PLCs berücksichtigt. Die OEE-Lösung ist der erste Schritt für uns und unsere Kunden."

Die Ergebnisse werden auf vorkonfigurierte Dashbords visualisiert. Das Downtime Tracking ist eine Ergänzung zur OEE-Lösung. Die OEE-Faktoren "Verfügbarkeit" und "Performance" werden im Detail betrachtet, heißt es bei den Entwicklerinnen und Entwicklern. Es werden sowohl maschinelle Stillstandszeiten, als auch organisatorische Stillstände getracked. Unter organisatorisch fällt dabei auch, wenn die Maschine manuell angehalten wird oder beispielsweise mit reduzierter Geschwindigkeit läuft.

Lenze setzt bei der Kommunikation auf OPC UA und MQTT – auf diese Weise wird die Anschlussfähigkeit für Zukunftstechnologien gewährleistet. Der Datenfluss von der Steuerung bis in die Cloud ist sichergestellt und auch ohne Cloudanbindung können die Live-Daten in Echtzeit auf ein Human Machine Interface für mehr Transparenz und Motivation der Belegschaft geschickt werden. "Lokal schaffen wir einen Drei-Schicht-Vergleich und in unserer Cloud können historische Daten über bis zu sieben Jahren analysiert werden", erklärt Nebuhr.

Er und sein Team sind sich sicher: Für den Maschinenbauer ist die Applikation ein einfacher Weg, um Maschinenleistung und Maschinenverfügbarkeit entsprechend den Bedürfnissen der Endkunden darzustellen. „"OEE ist keine Raketenwissenschaft, der Clou liegt in der Bereitstellung und Distribution der Applikation, der nahtlosen Integration in die Hardware und der Idee ein PaaS-Konzept aufzusetzen und dieses stetig weiterzuentwickeln." Der Endkunde kann dank der Daten seine Produktion erhöhen oder stabilisieren. Das OEE & Downtimetracking ist damit auch ein Weg, um Produktionsoptimierungen auf Basis von Daten durchzuführen.