Die Studie nimmt elf konkrete Anwendungsfälle aus verschiedenen energiewirtschaftlichen Kernbereichen ins Visier. Zu den Erkenntnissen zählt, dass die Technologie besonders dann nützlich sein kann, wenn sie existierende Protokolle zum digitalen Informationsaustausch ergänzt. Wirtschaftlichen Nutzen verspricht sie unter anderem bei der Zertifizierung von Herkunftsnachweisen, der Anmeldung von Anlagen im Marktstammregister sowie bei Energiedienstleistungen für Gebäude und Industrieprozesse. Einen Königsweg gibt es allerdings nicht: Nach wie vor ist für jede Anwendung eine Einzelfallanalyse erforderlich, unterstreicht Andreas Kuhlmann von der dena. Hilfreich und nötig sei zudem die stärkere Förderung einer marktnahen Erprobung im Energiesektor. Bereits jetzt sei aber ein guter Zeitpunkt für Unternehmen der Energiewirtschaft, mit Pilotprojekten zu starten.

Mit Spannung wird in diesem Zusammenhang die Blockchain-Strategie der Bundesregierung erwartet. Nach „Handelsblatt“-Angaben soll sie der Öffentlichkeit bis September präsentiert werden. Ihre Ziele sind gleichermaßen Regulierung wie Förderung der Technologie.