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Aktuell wird der Energiebedarf von Österreichs Industrie (derzeit ca. 30 % der Gesamtenergie) zu 32 % aus Strom gedeckt. Im Zuge der Dekarbonisierung könnte die heutige Nachfrage (30 TWh) um mehr als das Doppelte steigen. Das AIT Austrian Institute of Technology hat nun im Auftrag des Klima- und Energiefonds untersucht, wie die Industrie durch erneuerbare Energien versorgt werden kann und welche Anforderungen an die Energieinfrastruktur daraus resultieren.

Die Studie IndustRiES kommt zu dem Schluss, dass die zur Verfügung stehenden Potenziale an erneuerbaren Energien (231 TWh) die Industrie des Landes theoretisch schon jetzt zu 100 % versorgen können. Nicht gedeckt sei jedoch der Endenergieverbrauch in allen Sektoren (Verkehr, öffentliche/private Dienstleistungen, Privathaushalte, Landwirtschaft). Zudem zeigt die Analyse anhand von drei Szenarien (Basis, Effizienz und Umbruch), wie die Industrie zunehmend auf erneuerbare Energien umgestellt werden kann: durch bessere Infrastruktur, durch mehr regionale Netze zum Anschluss neuer Windparks oder Wasserkraftwerke und durch eine verstärkte Netzanbindung an das benachbarte Ausland. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir den Umstieg in Österreich schaffen können“, sagt Wolfgang Hribernik vom AIT. „Allerdings brauchen wir dafür sowohl mehr Konsequenz für den Ausbau der Erneuerbaren als auch eine systemische Untersuchung für den Bedarf der anderen Sektoren.“