Praxisnahe Einblicke in die Transformation der produzierenden Industrie

Ein Schwerpunkt liegt auf der Rolle von Wasserstoff als Schlüsseltechnologie. Zum Beispiel thematisiert die Session „Dekarbonisierung in der Industrie mit Wasserstoff als Energiespeicher“, wie Betriebe ihren Energieverbrauch systematisch analysieren und durch innovative Speicherlösungen nachhaltiger gestalten können. Ergänzend dazu liefert „How to: Wasserstoff selbst produzieren“ einen technischen Überblick über Produktionsverfahren, Wirkungsgrade sowie regulatorische Rahmenbedingungen – ein Thema, das für viele Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt.

Rechtliche Unsicherheiten und wirtschaftliche Chancen

Neben technologischen Fragen stehen auch energierechtliche Aspekte im Fokus. Die Session „Industriestrompreis & Kundenanlage: Zwischen Entlastung und Rechtsunsicherheit“ greift die aktuelle Debatte um staatliche Entlastungen und regulatorische Unsicherheiten auf. Dabei machen sich Teilnehmer*innen mit Voraussetzungen, Pflichten und strategischen Optionen vertraut. Auch die Session „H2-Zertifizierung: Klimaretter oder Bürokratiemonster?“ zeigt, wie komplexe regulatorische Anforderungen in wirtschaftliche Chancen übersetzt werden können. Vor allem die Bedeutung der Zertifizierung von grünem Wasserstoff für die Energiewende wird hervorgehoben.

Von Strategie bis Umsetzung: Ganzheitliche Ansätze gefragt

Mit Formaten wie „NetZero oder NoGo?“ werden umfassende Dekarbonisierungsstrategien vorgestellt, die Effizienzmaßnahmen, Wasserstoffnutzung und CO₂-Abscheidung kombinieren. Ziel ist es, Unternehmen bei der Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger Transformationspläne zu unterstützen. Einen interaktiven Ansatz verfolgt die Session „Game On: Klimaschutz und Unternehmensentscheidungen im echten Zusammenspiel“. Mithilfe eines Planspiels erleben Teilnehmer*innen, wie sich unternehmerische Entscheidungen auf Klimaschutz und Risikomanagement auswirken.

Energieeffizienz und Elektrifizierung als Schlüsselthemen

Auch klassische Themen wie Energiemanagement und Elektrifizierung bleiben zentral. Die Session „Von Anfang an richtig und dann immer besser“ zeigt typische Fehler beim Aufbau von Managementsystemen und gibt praxisnahe Tipps für deren effektive Integration in Unternehmensprozesse. Mit „Vom Petro-State zum Elektro-State“ wird zudem der strukturelle Wandel hin zu elektrifizierten Energiesystemen beleuchtet. Teilnehmer*innen erfahren, wie sie Effizienzpotenziale heben und langfristige Transformationsstrategien entwickeln können.

Technologische Innovationen für ein stabiles Energiesystem

Abgerundet wird das Programm durch Beiträge zur Sektorkopplung und Speichertechnologien. Die Session zu Großbatteriespeichern verdeutlicht deren zentrale Rolle für die Stabilität zukünftiger Stromnetze und die Integration erneuerbarer Energien.

Plattform für Austausch und Orientierung

Mit den Energy Sessions bietet TÜV NORD auf der HANNOVER MESSE eine Plattform für Wissenstransfer und Austausch. Die Kombination aus technischen, rechtlichen und strategischen Themen macht deutlich: Die Energiewende ist längst nicht mehr nur eine ökologische Herausforderung, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor für die produzierende Industrie.

Die TÜV NORD Energy Sessions finden abwechselnd in deutscher und englischer Sprache statt. Eine Übersicht über die Veranstaltungen gibt es hier .

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