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Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin gehört als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Der Aufgabenbereich der BAM umfasst die Forschung, Prüfung und Beratung zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern. Der Fokus aller Aktivitäten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und der Chemie liegt dabei im Wesentlichen auf der technischen Sicherheit von Produkten und Prozessen. Die BAM entwickelt und validiert zudem eigene Analyseverfahren und Bewertungsmethoden, Modelle und erforderliche Standards und erbringt wissenschaftsbasierte Dienstleistungen für die deutsche Wirtschaft im europäischen und internationalen Rahmen. In diesem Zusammenhang hat die BAM jetzt ein Messgerät zur schnellen 3D-Formerkennung von Keramik und Glaskeramik während des Sinterprozesses entwickelt.

Insbesondere die gestiegenen Qualitätsansprüche, die mit den immer moderneren Herstellungsverfahren einhergehen, erfordern den zunehmenden Einsatz Prozess-begleitender und -integrierter Prüfverfahren. Die Erfassung von Formänderungen insbesondere bei Hochtemperaturprozessen war bisher aber nur sehr eingeschränkt möglich. Ab sofort aber soll ein neues Messverfahren die schnelle In-situ 3D-Formerkennung an komplexen Bauteilen bei Temperaturen bis 1.700 Grad Celsius erlauben. Die Formerkennung erfolgt mittels der Lichtschnitt-Lasertriangulation, bei der ein Laserstrahl aufgeweitet und dann auf die Probe gerichtet wird. Die daraus resultierende Streulichtspur wird auf einem CCD-Sensor abgebildet und kann dann zur präzisen Berechnung des Probenprofils herangezogen werden. Durch Drehung oder Translation der Probe soll schließlich deren vollständige Gestalt bestimmt und überprüft werden können.