Hacker bevorzugen die Chemie- und die Autoindustrie
Sabotage, Spionage und Datendiebstahl über digitale, vernetzte Kommunikationswege machen der deutschen Industrie zunehmend zu schaffen. Ein Großteil der Angreifer sitzt in Deutschland, Russland und China.
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Je weiter die Digitalisierung der Industrie voranschreitet, desto lohnenswerter scheinen gezielte Attacken auf die vernetzte Infrastruktur der Produktion. Wie der Digitalverband Bitkom in seiner aktuellen Wirtschaftsschutzstudie 2018 meldet, trafen die kriminellen Aktivitäten während der vergangenen zwei Jahre insbesondere Chemie- und Pharmaunternehmen (74 %) sowie den Automobilbau (68 %). Aber auch Maschinen- und Anlagenbau (67 %) sowie Kommunikations- und Elektrotechnikhersteller (63 %) waren besonders häufig betroffen. Die Dunkelziffer könnte noch höher liegen: 19 % aller 503 befragten Industrieunternehmen vermuten entsprechende Angriffe, ohne diese jedoch detailliert zurückverfolgt zu haben.
Datendiebstahl, Cyber-Spionage und Sabotage verursachten in den Jahren 2016 und 2017 einen Gesamtschaden von 43,3 Milliarden Euro. Die meisten Angriffe gehen von Deutschland (36 %), Russland (24 %) und China (18 %) aus, gefolgt von Japan und Osteuropa (je 17 %) und den USA (15 %). Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) reagieren jedoch nachlässig auf die wachsende Bedrohungen: Laut einer Umfrage von Willis Towers Watson , eines international tätigen Versicherungsmaklers, verfolgen die meisten keine eigene Sicherheitsstrategie und sind weder über den Umfang noch die Schutzleistungen entsprechender Cyber-Versicherungen informiert.
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