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Der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) treibt die Pläne für den Bau der weltweit größten Wasserstoff-Elektrolyse im Hamburger Hafen voran. Mit 100 MW soll die Anlage die zehnfache Kapazität von bestehenden Einrichtungen erreichen und den regelmäßig anfallenden, überschüssigen Strom aus Windkraftanlagen nutzen. Der Anlagenbauer Siemens schätzt, dass eine solche Anlage etwa 2 Tonnen oder 22.000 m3 Wasserstoff pro Stunde produzieren könnte. Der Standort wurde gewählt, weil sich in der Nähe des Hamburger Hafens große Fabriken befinden, die Stahl, Aluminium und Kupfer verarbeiten. Der Wasserstoff könnte dort anstatt der bisher genutzten fossilen Brennstoffe als Energieträger verwendet werden. Denkbar ist aber auch ein Einsatz im Schwerlastverkehr, in der Schifffahrt, im öffentlichen Nahverkehr oder in der Versorgung des Stadtgebiets mit Fernwärme.

Die Pläne passen zum Konzept der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein für eine norddeutsche Wasserstoff-Strategie . Die Länder haben sich im April 2019 für eine Substitution fossiler Energieträger durch Wasserstoff ausgesprochen, der mit erneuerbaren Energien etwa aus Windanlagen erzeugt werden soll.