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32 % der Ingenieurinnen in Deutschland planen einen Arbeitsplatzwechsel innerhalb der nächsten zwölf Monate, bei den männlichen Ingenieuren sind es 27 %. Im Durchschnitt aller Branchen liegt der Wechselwille deutschlandweit bei 23 %. Das geht aus dem Sektor-Report Ingenieurwesen des Personaldienstleisters Randstad hervor. Die Ergebnisse deuten den Jobexperten zufolge darauf hin, dass Frauen in ihren Stellen besonders unzufrieden sind oder ihnen mehr Steine in den Karriereweg gelegt werden. Das sei im Ingenieurwesen besonders frappant, da derzeit jährlich rund 10.000 Stellen unbesetzt blieben. Unternehmen könnten es sich nicht leisten, das Potenzial der Frauen zu vernachlässigen. Diese hätten aber mit strukturellen Nachteilen zu kämpfen. Als Beispiel wird die schwierigere Verhandlungsposition angeführt, da man von Frauen um die 30 annimmt, dass sie bald Kinder kriegen und ausfallen werden. Auch fehle ihnen häufig ein umfangreiches Netzwerk an Kolleginnen.

Unternehmen scheinen das Problem zunehmend zu erkennen. So meldet ingenieur.de auf Basis einer eigens durchgeführten Studie, dass es in einigen Fachrichtungen mittlerweile kaum noch eine Lohnlücke zwischen dem Verdienst von Männern und Frauen gibt. Die Autoren plädieren dafür, Gehalt nach der geleisteten Arbeit zu berechnen – und nicht nach dem Geschlecht.