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Passwörter, Kreditkartennummern oder kryptografische Schlüssel in Computerprogrammen zu sichern, benötigt künftig weniger Rechenleistung. Forschende des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme haben eine neue Technik namens ERIM entwickelt, um die Komponenten einer Software voneinander zu isolieren. Auf diese Weise lassen sich sensible Daten vor Hackern schützen.

Gängige Isolationstechniken benötigen für Computerprogramme rund 30 % mehr Leistung, entsprechend mehr Server müssen z. B. Onlinedienste betreiben. "Viele Dienste sehen das nicht ein und verwenden daher keine Isolationstechniken", erläutert Deepak Garg, leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme. "Unsere Isolationstechnik benötigt nur 5 % mehr Rechenzeit, sodass sie für Unternehmen sehr attraktiv wird." Für Onlinedienste wie Google oder Facebook wird es dadurch praktikabler, die Technik anzuwenden. Deshalb zeichneten die US-Fachgesellschaft für Informatik Usenix und Facebook die Forschenden mit dem Internet Defense Prize aus, den sie für herausragende Entwicklungen für die Sicherung des Internet verleihen. Der Preis ist mit 100.000 US-Dollar dotiert.