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Bestehend aus 25 geförderten Partnern aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft – ergänzt durch assoziierte Partner aus Forschung und Wirtschaft – ist ReDriveS eines der nationalen Leuchtturmprojekte im Fachprogramm „DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). ReDriveS hat ein Projektvolumen von mehr als 25 Millionen Euro bei über 16 Millionen Euro Gesamtförderung. Das Vorhaben zielt darauf ab, ökonomisch tragfähige und ökologisch vorteilhafte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebe zu entwickeln. Durch automatisierte Demontageprozesse, innovative Recyclingverfahren für Seltene-Erden-Magnete und den Einsatz digitaler Zwillinge sollen branchenübergreifende Grundlagen für eine nachhaltige Elektromobilität geschaffen werden.

Industrielle Verwertbarkeit als Ziel

Das Projekt trägt maßgeblich zur Resilienz der Wertschöpfungskette in der Elektromobilität bei und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, künftige Recyclingquoten zu erfüllen und den CO2-Footprint von Elektrofahrzeugen in Deutschland und Europa zu reduzieren. Das auf 36 Monate Laufzeit angesetzte Projekt wird von der Schaeffler AG koordiniert, die Projektträgerschaft übernimmt die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH.

Feierlicher Start des Forschungsprojekts

Zum offiziellen Auftakt am 12. und 13. Januar 2026 trafen sich über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Konsortiums am Schaeffler Standort in Herzogenaurach, um den Start des Forschungsprojekts feierlich zu begehen. Der 12. Januar stand dabei im Zeichen des offiziellen Projektauftakts: Am Nachmittag und Abend fanden Grußworte von Stefan Heidemann (BMWE) und Keynotes aus Wirtschaft und Forschung sowie die Vorstellung des Gesamtvorhabens ReDriveS durch den Konsortialführer Schaeffler statt. Im Anschluss bot ein gemeinsames Networking-Event Raum für den persönlichen Austausch der Projektpartner. Am Vormittag des 13. Januar wurde der aktuelle Stand und die Ziele der Arbeitspakete vorgestellt. Abgerundet wurde das Programm durch den Bericht des Projektträgers und einen Ausblick auf die weiteren Schritte in der Projektumsetzung.

Branchenlösung für OEMs, Zulieferer und Recycler

Mit seiner Kombination aus Automatisierung, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft steht ReDriveS exemplarisch für die Transformation der deutschen Automobilindustrie hin zu nachhaltigen, datengetriebenen und ressourceneffizienten Produktionssystemen. Die Ergebnisse des Projekts sollen nach Abschluss in industrielle Anwendungen überführt und als Branchenlösung für OEMs, Zulieferer und Recycler nutzbar gemacht werden.

Digitaler Zwilling aus dem Fraunhofer LBF

Als zentraler Projektpartner entwickelt das Darmstädter Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF einen Digitalen Zwilling, der den Zustand elektrischer Achsantriebe und die zu erwartende Restlebensdauer ihrer Komponenten zuverlässig bewertet. Dafür verknüpft das Fraunhofer LBF Daten aus Entwicklung, Herstellung und Betrieb mit zielgerichteten End-of-Life-Prüfungen und überführt sie in belastbare Zustands- und Lebensdauermodelle. Auf Basis ausgewiesener Kompetenzen in Systems Engineering, Struktur- und Systemsimulation sowie Schädigungs- und Ermüdungsberechnung kombiniert das Fraunhofer LBF physikalische und datenbasierte Modellierung zu einem ganzheitlichen Bild von Degradation und Nachnutzungspotenzial. Damit schafft das Institut die Entscheidungsgrundlage für effiziente Zerlegung, Wiederverwendung und eine wirtschaftliche Kreislaufführung elektrischer Achsantriebe.

Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit

Prof. Dr. Thilo Bein aus dem Fraunhofer LBF: „Innovationen hin zu einer Kreislaufwirtschaft sind für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie von entscheidender Bedeutung und ein wesentlicher Aspekt der zukünftigen europäischen Forschungsstrategie. ReDriveS trägt als deutscher Leuchtturm nicht nur entscheidend zur Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft der europäischen Automobilindustrie bei, sondern bereitet die Basis für eine Skalierung in Form von europäischen Pilotlinien, wie sie aktuell im Rahmen der zukünftigen Automotive Joint Undertaking angedacht sind.“

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