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Im Umfeld eines abgeschwächten Weltwirtschaftswachstum kann sich Indonesien behaupten. Das Wirtschaftswachstum liegt stabil bei rund 5 Prozent. Gleichzeitig verbessern sich die Armutsrate, die Arbeitslosenquote sowie die Einkommensverteilung. Hinzu kommen eine stabil niedrige Inflationsrate und ein verbessertes Leistungsbilanzdefizit.

Die Wirtschaftskraft Indonesien liegt besonders in der Kaufkraft der indonesischen Verbraucher. Die Privathaushalte haben mit 55 Prozent einen enormen Anteil am Wirtschaftswachstum und können damit auch den Rückgang von Ex- und Importen ausgleichen.

Das Investitionsklima gegenüber Indonesien ist positiv. Ratingagenturen schätzen die Risiken als niedrig ein. In Rankings zur Wettbewerbsfähigkeit kann Indonesiens Wirtschaft – besonders die Digitalwirtschaft – zulegen.

Die direkten Investments aus dem Ausland sind im Zeitraum Januar bis September 2019 um 17,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Im Doing Business Report 2020 belegt Indonesien Platz 73 von 190 Ländern. 2015 stand das Land noch auf Position 114. Der Aufstieg gelang aus Sicht des Ministeriums aufgrund der Reformen in den Bereichen Unternehmensgründung, Energiebezug und Steuern.

Bis Oktober 2019 verzeichnete Indonesiens Wirtschaft ein Handelsdefizit von 1,8 Milliarden US-Dollar – eine Verbesserung gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres, die auf einen Rückgang des Defizits im Bereich Öl und Gas zurückzuführen ist. Insgesamt sanken Exporte und Importe im Vergleich zu 2018.

Die indonesische Fiskalpolitik verfolgt im Wesentlichen drei Ziele: Die Aufrechterhaltung des Verbrauchs als Hauptmotor des Wirtschaftswachstums, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, um auch künftig ausländische Direktinvestitionen anzuziehen und Exporte zu fördern, sowie auch weiterhin Reformen einzuleiten, die für eine politische und ökonomische Stabilität sorgen.

Um bis 2045 den Aufstieg in die Top Five der Wirtschaftsnationen weltweit zu schaffen, hat Indonesien Präsident Joko Widodo, auch Jakowi genannte, fünf Entwicklungsfelder mit höchster Priorität definiert: 1. die Förderung Bildung und Ausbildung, 2. der Ausbau der Infrastruktur, 3. die Reduzierung rechtlicher Vorgaben, 4. der Abbau von Bürokratie sowie 5. die ökonomische Transformation – weg von der Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen, hin zu einer modernen Produktions- und Dienstleistungsgesellschaft mit hoher Wertschöpfung.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Entwicklungs-Programm „Making Indonesia 4.0“, das auch im Mittelpunkt der Partnerland-Beteiligung an der HANNOVER MESSE steht. Ziel der Roadmap ist es, die vierte industrielle Revolution in Indonesien und somit den Ausbau der digitalen Wirtschaft voran zu bringen. Dazu gehören die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich E-Commerce, der Ausbau der nationalen digitalen Infrastruktur, eine bessere Ausbildungsqualität sowie die Schaffung eines nachhaltigen Innovations-Ökosystems.