Auch wenn es mitunter so anmutet, die Bionik ist beileibe keine neue Wissenschaft. Schon immer haben sich die Menschen von der Natur inspirieren lassen, um gleichermaßen einfache wie auch praktische und anpassungsfähige Lösungen zu finden. Genau mit diesem Ziel vor Augen forschen die Bioniker von FESTO an entsprechenden Lösungen und präsentieren in schöner Regelmäßigkeit beeindruckende Ergebnisse. Wie zuletzt die neueste Version des bionischen Forschungsträgers BionicMobileAssistant. Der gemeinsam mit der ETH Zürich entwickelte BionicMobileAssistant besteht aus drei Subsystemen: einem mobilen Roboter, einem elektrischen Roboterarm und der BionicSoftHand 2.0, einem pneumatischen Greifer, der von der menschlichen Hand inspiriert wurde. Der BionicMobileAssistant ist in der Lage, sich autark im Raum zu bewegen und eigenständig Objekte zu erkennen, adaptiv zu greifen und gemeinsam mit dem Menschen zu bearbeiten. Für die Verarbeitung der erfassten Informationen sorgt ein neuronales Netz, das im Vorfeld mit Hilfe von Data Augmentation trainiert wird.

Mit seinen Eigenschaften soll der BionicMobileAssistant als direkter Zuarbeiter des Menschen prädestiniert sein, zum Beispiel als Serviceroboter, als helfende Hand in der Montage oder zur Unterstützung von Werkern bei ergonomisch belastenden oder eintönigen Arbeiten. Denkbar wäre ebenso ein Einsatz in Umgebungen, in denen Menschen selbst nicht arbeiten können, etwa aufgrund von Gefahren oder beschränkter Zugänglichkeit. Aufgrund des modularen Konzepts lässt sich die BionicSoftHand 2.0 zudem auch einfach an andere Roboterarme montieren und in Betrieb nehmen. Kombiniert mit dem BionicCobot oder dem BionicSoftArm, ebenfalls aus dem Hause FESTO, bildet der Greifer beispielsweise ein komplett pneumatisches Robotersystem, das aufgrund seiner inhärenten Nachgiebigkeit im Wortsinn Hand in Hand mit dem Menschen zusammenarbeiten soll.

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