Aussteller & Produkte
Events & Speakers
Tagesprogramm

Der weltweit tätige Technologiekonzern Schneider Electric mit Hauptsitz in Rueil-Malmaison bei Paris zählt zu den führenden Anbietern für Energiemanagement und Automatisierung. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für Industrie, Gebäude, Rechenzentren und Infrastrukturen mit dem Ziel, Energie effizienter und nachhaltiger zu nutzen. Schneider Electric verfolgt eine klare Strategie zur Digitalisierung industrieller Prozesse und setzt dabei zunehmend auf offene, softwarebasierte Architekturen sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

KI-gestützte Automatisierung als Schlüsseltechnologie

Auf der HANNOVER MESSE 2026 zeigt Schneider Electric Industries, wie KI-gestützte, offene und softwaredefinierte Automatisierung industrielle Prozesse transformieren kann. Im Mittelpunkt steht die vertiefte Zusammenarbeit mit Microsoft. Ziel ist es, Industrieunternehmen den Übergang von proprietären Altsystemen hin zu flexiblen, skalierbaren Lösungen zu erleichtern.

Viele Produktionsanlagen arbeiten weiterhin mit hardwaregebundenen Steuerungssystemen, die schwer zu modernisieren sind. Schneider Electric verfolgt hier einen Ansatz, der Software und Hardware entkoppelt und so schnellere Anpassungen sowie die Integration von Industrial AI ermöglicht.

Offene Plattformen und Industrial Copilot

Kern der Kooperation ist die Kombination aus Schneiders offener Automatisierungsplattform EcoStruxure Automation Expert und der Cloud- sowie KI-Infrastruktur von Microsoft Azure. Diese ermöglicht eine durchgängige Vernetzung – von einzelnen Sensoren bis hin zu unternehmensweiten Dashboards.

Ein zentrales Element ist der sogenannte Industrial Copilot. Dieser unterstützt Ingenieurteams bei der Erstellung von Steuerungslogik, der Systemkonfiguration und der Dokumentationsanalyse. In der Praxis sollen sich damit Engineering-Aufwände um bis zu 50 Prozent reduzieren lassen; Anpassungen an Produktionslinien, die zuvor Wochen dauerten, können innerhalb weniger Stunden umgesetzt werden.

„Was wir bei h2e POWER sehen, zeigt die Zukunft der industriellen Automatisierung“, erklärt Dayan Rodriguez, Corporate Vice President Manufacturing and Mobility bei Microsoft. „Das System ist leistungsfähig und für Skalierung ausgelegt. Unternehmensweite Dashboards vereinheitlichen Daten über alle Standorte hinweg, maschinelles Lernen verbessert sich mit jeder Betriebsstunde, und offene Standards machen die Steuerungslogik vollständig portabel.“

Praxisbeispiel: Grüner Wasserstoff mit h2e POWER

Wie sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt, zeigt ein Projekt mit dem indischen Unternehmen h2e POWER. Gemeinsam wurde ein autonom arbeitendes Festoxid-Elektrolyseursystem (SOEC) zur Produktion von grünem Wasserstoff realisiert.

Die Anlage läuft seit mehr als 6.000 Stunden stabil im Teil- und Volllastbetrieb. Durch den Einsatz KI-gestützter Steuerung konnte der Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent gesenkt werden – ein entscheidender Faktor, da Strom mehr als 70 Prozent der Produktionskosten von Wasserstoff ausmacht. Gleichzeitig ermöglicht das System eine vorausschauende Wartung sowie eine optimierte Betriebsführung.

„SOECs bieten seit jeher eine unübertroffene Effizienz, doch eine echte kommerzielle Skalierung hängt von nachhaltigem Betrieb, optimiertem Energieeinsatz, Langlebigkeit, vorausschauender Wartung sowie einer autonomen Steuerung ab“, sagt Siddharth Mayur, Gründer und Managing Director von h2e POWER. „Mit der offenen, softwaredefinierten Automatisierung von Schneider Electric und den KI-Fähigkeiten von Microsoft Azure werden unsere Systeme intelligenter, reaktionsfähiger, sicherer und deutlich skalierbarer. Die offene Architektur ermöglicht es uns zudem, Intelligenz standortübergreifend einzusetzen – ohne die Einschränkungen proprietärer Systeme.“

Weg aus der Abhängigkeit von Altsystemen

Die Zusammenarbeit von Schneider Electric und Microsoft zielt darauf ab, Industrieunternehmen einen praxisnahen Migrationspfad zu bieten. Bestehende Anlagen können weiter genutzt werden, während neue Softwarelösungen schrittweise integriert werden. Damit entfällt die Notwendigkeit, komplette Systeme auszutauschen oder Produktionsprozesse zu unterbrechen.

„Jeder CIO und jede Werksleitung stellt sich die gleiche Frage: Kann softwaredefinierte Automatisierung unter realen industriellen Bedingungen bestehen? Bei h2e POWER ist die Antwort eindeutig“, betont Gwenaelle Huet, Executive Vice President Industrial Automation bei Schneider Electric. „Die Industrie benötigt keine weiteren Visionen, sondern konkrete Migrationspfade. Unsere Zusammenarbeit mit Microsoft und der Industrial Copilot liefern genau das – und zeigen, dass selbst komplexe Energiesysteme als intelligente, autonome Einheiten betrieben werden können.“

Video

v-cloak>