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Beim Power-to-Gas-Verfahren (PtG) wird elektrische Energie in Wasserstoff oder in einem weiteren Schritt in Methan umgewandelt, um die Energie auf diese Weise einfach und kostengünstig zu speichern. Aber auch flüssige Kraftstoffe lassen sich erzeugen (Power to Liquid, PtL). Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten spricht man generell von PtX-Technologien. Stammt der Strom aus erneuerbaren Quellen, sind auch die resultierenden Energieträger nahezu emissionsfrei.

Die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH führt seit 2011 eine Datenbank von PtG-Anlagen. Waren dort anfangs nur kleinere Forschungsanlagen mit einer Leistung von wenigen Kilowatt verzeichnet, so findet man dort heute allein in Deutschland 25 Installationen mit einer Leistung von insgesamt 26 MW. Die Mehrzahl davon arbeitet mit PEM-Elektrolyseuren . Bis 2022 soll die Zahl der Anlagen auf mehr als 35 steigen, für die fernere Zukunft sind insgesamt über 50 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 55 MW geplant, einige davon bereits im Bau. Auffällig ist, dass man in Deutschland in erster Linie auf Wasserstoff als Energieträger setzt, der anschließend nicht mehr weiterverarbeitet wird. Das ist vor allem auf die zunehmende Verwendung von grünem Wasserstoff als Rohstoff in Raffinerien oder als Kraftstoff im Verkehr zurückzuführen.