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Ab 2020 gilt weltweit ein geringerer Grenzwert für den Schwefelanteil im Schiffsbrennstoff: Statt bislang 3,5 % sind dann nur noch 0,5 % erlaubt. Die Reedereien müssen ihre Schiffe daher größtenteils mit Abgasreinigungssystemen (Scrubbern) ausrüsten, um weiterhin Schweröl verbrennen zu dürfen. Zudem ist zu erwarten, dass die Grenzwerte in Zukunft weiter sinken, da die International Maritime Organization (IMO) bis 2050 eine Halbierung der CO2-Emissionen anstrebt.

Die Hamburger Messe SMM fragte daher für den SMM Maritime Industry Report (MIR) mehr als 1.400 Beschäftigte aus der Schiffbauindustrie, welchen Treibstoff sie in Zukunft bevorzugen würden. Rund 45 % der Reeder nannten dabei LNG (Liquefied Natural Gas) , obwohl derzeit nur wenige Schiffe über einen entsprechenden Antrieb verfügen. Vorreiter ist die Kreuzfahrtbranche; dort sind momentan 26 Schiffe mit LNG-Antrieb in der Planung oder bereits im Bau. Als Alternativen nannten die Befragten vor allem Hybridlösungen, die etwa Marinediesel mit Batterien kombinieren oder Batterietechnik mit LNG. Insgesamt gaben rund zwei Drittel der Reeder an, ihre Schiffe entsprechend umrüsten zu müssen. 29 % wollen neue Schiffe bauen.