Soll eine Maschine ein Objekt aufgreifen, muss sie wissen, welche Energie dafür aufzuwenden ist und ob die Oberfläche beispielsweise rutschig oder komplex ist. Ein Forscherteam der ETH Zürich hat sich dieser Herausforderung angenommen: Es hat einen Sensor mit elastischer Silikonhaut konstruiert , unter der farbige Kunststoff-Kügelchen angebracht sind. Zudem wird eine Kamera benötigt. Berührt der Robo nun einen Gegenstand, verformt sich die Haut und damit auch das Muster der Mikrokügelchen. Die Kamera registriert das Muster und kann – dank Training durch maschinelles Lernen – errechnen, welche Kräfte aktuell im Spiel sind. Ein Vorteil gegenüber anderen Sensoren ähnlicher Art ist laut der ETH Zürich, dass auch quer wirkende Scherkräfte bestimmt werden können.

Ein Team der TU München hat vor wenigen Monaten sogar einen menschengroßen autonomen Roboter großflächig mit künstlicher Haut ausgestattet . Die Zellen der Haut sind ebenfalls mit einem Sensor sowie mit einem Mikroprozessor versehen und sollen Berührung, Beschleunigung, Annäherung und Temperatur messen können.