So wird das Industrial Metaverse zu einem echten Wettbewerbsfaktor
Wie die neue Ära der Zusammenarbeit im virtuellen Raum aussieht, zeigt das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO auf der HANNOVER MESSE 2026 mit einer immersiven Collaborative Powerwall und KI-Avataren.
7. Apr. 2026Teilen
Wie sieht die industrielle Zusammenarbeit von morgen aus – und welche Rolle spielt dabei das Metaverse? Fraunhofer-Fachleute laden dazu ein, in neue Formen des Engineerings, der Serviceentwicklung und der Mensch-Maschine-Interaktion einzutauchen. Auf der HANNOVER MESSE vom 20. bis 24. April 2026 will das Fraunhofer IAO das Industrial Metaverse erlebbar machen – mit immersiven Visualisierungen, fotorealistischen KI-Avataren und Digitalen Zwillingen, die Unternehmen bereits heute konkrete Mehrwerte bieten.
Engineering-Potenziale entdecken
„An unserem Exponat können die Messebesucherinnen und -besucher in die Welt des industriellen Metaverse eintauchen und die Engineering-Potenziale dieser virtuellen Umgebung entdecken. Sie erleben hautnah, wie das Industrial Metaverse zu einem echten Wettbewerbsfaktor wird und Unternehmen einen spürbaren Mehrwert bietet.“, sagt Prof. Dr. Katharina Hölzle, geschäftsführende Institutsleiterin am Fraunhofer IAO. Aus der Forschung mit Mehrwert in die Anwendung: „Wir zeigen neben den technologischen Möglichkeiten auch mehrere Einsatzszenarien für Unternehmen, die unmittelbar Effizienz und Wissenstransfer in der Produktentwicklung oder virtuellen Zusammenarbeit unterstützen“, so Dr. Steffen Braun, stellvertretender Institutsleiter am Fraunhofer IAO.
Industrial Metaverse zum Anfassen
Wie es sich anfühlt, wenn Entwicklungsprozesse nicht mehr zweidimensional auf dem Bildschirm stattfinden, sondern in einem immersiven Raum, der sofortige Entscheidungen möglich macht? Die Collaborative Powerwall, das Zentrum des Fraunhofer-Exponats, macht es unmittelbar erfahrbar und repräsentiert eine neue Ära der Zusammenarbeit im virtuellen Raum. Besucherinnen und Besucher können dank Echtzeitvisualisierung und Trackingsystem vollständig in die virtuelle Umgebung eintauchen. Die Technologie ermöglicht eine maßstäbliche Multiviewer-Ansicht eines dreidimensionalen Objekts im virtuellen Raum mit Interaktionsmöglichkeiten am Objekt in Echtzeit. So können zwei Personen gleichzeitig das Objekt oder einen Prototyp aus ihren persönlichen Perspektiven betrachten und diskutieren. Das Besondere: Die individuelle Perspektive wird über ein hochpräzises Trackingsystem einzeln erfasst. Somit können sich die Personen unabhängig voneinander im Raum um das virtuelle Objekt bewegen, in Echtzeit Änderungen vornehmen und auf Details zeigen oder diese gemeinsam bearbeiten. Wie diese Technologie konkret eingesetzt werden kann und ihr volles Potenzial entfaltet, erläutern die Expertinnen und Experten des Fraunhofer IAO vor Ort am Messestand.
Im Gespräch mit virtuellen KI-Avataren
Für Austausch und Fragen stehen nicht nur die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verfügung. Es ist auch möglich, mit fotorealistischen, sprachfähigen KI-Avataren zu interagieren und die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten des industriellen Metaversums mit virtuellen Expertinnen oder Experten anschaulich zu erkunden.
Der Digitale Zwilling von Joseph von Fraunhofer bittet zum Gespräch
Besonderes Highlight: Der Digitale Zwilling von Joseph von Fraunhofer selbst steht für Gespräche bereit. Messebesucherinnen und -besucher können mit dem Namenspatron der Fraunhofer-Gesellschaft in den Dialog treten und live erleben, welche Möglichkeiten Avatare heute etwa in der Mensch-Maschine-Kommunikation bieten und wie sie insbesondere im Metaverse als digitaler Begegnungsraum eingesetzt werden können. Am Stand warten zusätzlich die Added Value Avatars (AVA) – Digitale Zwillinge realer Personen, die durch ein Zusammenspiel aus großem Sprachmodell und lokalem Wissenssystem in Echtzeit Fragen beantworten. Für Unternehmen eröffnen sie völlig neue Wege, Expertise jederzeit, überall und in konsistenter Qualität verfügbar zu machen. Ein weiteres Element des Exponats ist Persona Check. Hier taucht das Messepublikum in die KI-gestützte Serviceentwicklung ein: Durch die Interaktion mit KI-Personas werden Service-Ideen frühzeitig greifbar und die unterschiedlichen Anforderungen diverser Kundengruppen bei der Entwicklung von Geschäftsideen von Anfang an berücksichtigt.
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