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Bis 2030 will Thyssenkrupp seine Emissionen aus der Produktion und den Prozessen im eigenen Unternehmen um 30 % reduzieren, ebenso die Emissionen aus dem Bezug von Energie. Deshalb hat das Unternehmen eine Versuchsreihe gestartet , bei der es den Kohlestaub, der bei der Produktion von Stahl verwendet wird, schrittweise durch Wasserstoff ersetzen will. Üblicherweise werden für eine Tonne Stahl 300 kg Koks und 200 kg Kohlenstaub benötigt. Verwendet man anstatt Kohlenstaub Wasserstoff, senkt das die CO2-Emissionen um etwa 20 %, stattdessen entsteht Wasserdampf.

Das ThyssenKrupp-Werk in Duisburg ist nach Angaben des Umweltbundesamtes die deutsche Industrieanlage mit dem höchsten CO2-Ausstoß. Nur die großen Braunkohlekraftwerke haben noch höhere Werte. Damit die Stahlproduktion jedoch tatsächlich nachhaltiger wird, muss der Wasserstoff mit umweltfreundlich gewonnenem Strom beispielsweise aus Windkraftanlagen erzeugt werden. Will man die gesamte deutsche Stahlproduktion auf Wasserstoff umstellen, bedeutet das nach Einschätzung der Wirtschaftsvereinigung Stahl einen zusätzlichen Strombedarf von mindestens 130 TWh im Jahr. Dazu wären rund 12.000 neue Windkraftanlagen erforderlich.