Die ionysis GmbH steht für hocheffiziente, emissionsfreie und nachhaltige Kernkomponenten für Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Jetzt hat das Freiburger Startup die erfolgreiche Herstellung seiner ersten skalierbaren HT-PEMFC-Prototyp-Membran-Elektroden-Einheiten (MEAs) bekannt gegeben, was laut ionysis einen wichtigen Meilenstein für das hauseigene Pilotproduktportfolio darstellt. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMBF) geförderten Projekts „105scaled“, das gemeinsam von ionysis und seinen Forschungspartnern Hahn-Schickard und der Universität Freiburg initiiert wurde. Das Projekt „105scaled“ läuft noch bis Juni 2026 und hat zum Ziel, MEA auf Kohlenwasserstoffbasis deutlich näher an die Markteinführung zu bringen.

Auf der Grundlage erster Aktivitäten an der Universität Freiburg hat ionysis die MEA-Laborkonzepte auf skalierbare Beschichtungsverfahren übertragen und optimiert, wodurch die Herstellung von HTPEMF-MEAs für die zukünftige industrielle Produktion ermöglicht wird. Die Leistungsprüfung der neu entwickelten Einzelzellen zeigte überzeugende Ergebnisse: Unter typischen Betriebsbedingungen bei einer Zellentemperatur von 160 Grad Celsius ohne externe Gasbefeuchtung und einem Gegendruck von 150 Kilopascal wurden typische Branchen-Benchmarks für modernste HT-PEMFC-Membran-Elektroden-Einheiten – über ein Ampere pro Quadratzentimeter bei 0,6 Volt – erreicht. Damit macht ionysis einen bedeutenden Schritt in Richtung der Kommerzialisierung neuartiger Hochtemperatur-Brennstoffzellenlösungen, die sowohl die Dekarbonisierung als auch nachhaltige Materialinnovationen unterstützen.

„Gemeinsam mit dem Universitätsteam haben wir die Grundlage für neuartige HT-PEMFC-Prototypen geschaffen, und bei ionysis haben wir das MEA-Design auf hochleistungsfähige Katalysatormaterialien und skalierbare Produktionsverfahren übertragen. Der nächste Schritt ist der Feldtest dieser Prototypen. Wir suchen aktiv nach Validierungspartnern, die unsere neuartigen Prototypen testen“, sagte Dr. Matthias Breitwieser, CTO von ionysis.

Das Freiburger Startup ionysis nahm im September 2022 den Betrieb auf und ist bis Anfang 2026 auf ein Team von 26 Mitarbeitern angewachsen. Die Grundlage für dieses Spin-off von Hahn-Schickard und der Universität Freiburg wurde durch mehrere öffentlich geförderte Forschungsprojekte geschaffen. Das Unternehmen sicherte sich eine Startfinanzierung durch zwei strategische Partner. Die ISO 9001-Zertifizierung wurde von der DEKRA ausgestellt.

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