Vom Datensilo zur Wertschöpfung
Auf der HANNOVER MESSE 2026 zeigt N+P vernetzte Datenräume für Industrie und Bauwesen. Vier Anwendungsfelder stehen dabei im Fokus: souveräne Plattformen, CO2-Tracking, standardisierter Datenaustausch und branchenübergreifende Vernetzung.
14. Apr. 2026Teilen
Zur HANNOVER MESSE 2026 präsentiert die N+P Informationssysteme GmbH (N+P) gemeinsam mit Partnern vier zukunftsweisende Anwendungsfelder für die digitale Wertschöpfung. Im Mittelpunkt auf dem Industrie-4.0-Partnerstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) stehen souveräne Software-Plattformen im Cloud-Edge-Continuum (8ra), CO2-Tracking über Manufacturing-X, der standardisierte Datenaustausch zwischen Betreiber und Hersteller sowie die Verbindung von Manufacturing-X und Construct-X. Ziel ist es, Daten aus Maschinen, Anlagen und Prozessen sicher, nachvollziehbar und über Unternehmens- sowie Branchengrenzen hinweg nutzbar zu machen.
Konkrete Szenarien werden vorgestellt
N+P will damit zeigen, wie Daten aus Maschinen, Anlagen und Prozessen sicher, nachvollziehbar und über Unternehmens- sowie Branchengrenzen hinweg nutzbar gemacht werden können. Gemeinsam mit den jeweiligen Projektpartnern werden konkrete Szenarien vorgestellt, die nicht nur technologische Konzepte sichtbar machen, sondern ihren Nutzen für reale Anwendungen in Fertigung, Service und Bauwesen verdeutlichen.
Souveräne Plattformen von der Maschine bis in die Cloud
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist das Projekt GREEN-TWIN, welches im Rahmen der 8ra-Initiative gefördert wird. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Daten aus Maschinen und Anlagen so erfassen, verarbeiten und bereitstellen lassen, dass Unternehmen sie sicher nutzen können, ohne ihre Datenhoheit aufzugeben. N+P verfolgt dazu einen Ansatz mit souveränen, hybriden Plattformstrukturen, die maschinennahe Datenverarbeitung innerhalb der Edge mit zentralen cloud-basierten Anwendungen und digitalen Zwillingen verbindet.
Architektur, die Sicherheit, Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit zusammenbringt
Besonders anschaulich wird dieses Thema durch die gemeinsame Präsentation mit der SITEC Industrietechnologie GmbH. Auf dem Messestand wird ein Montagemodul von SITEC eingebunden, an dem das Szenario live demonstriert wird. Damit wird für Messebesucher unmittelbar erlebbar, wie Daten aus dem realen Anlagenbetrieb in eine durchgängige digitale Struktur überführt werden können – von der Maschine über die lokale Edge-Verarbeitung bis hin zur weiteren Nutzung in übergeordneten Plattformen und Anwendungen. Der Mehrwert liegt in einer Architektur, die Sicherheit, Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit zusammenbringt. Unternehmen erhalten damit eine Grundlage, um digitale Zwillinge aufzubauen, neue datenbasierte Leistungen zu entwickeln und Informationen kontrolliert auch für die Zusammenarbeit in Partnernetzwerken oder Datenräumen bereitzustellen.
Emissionen transparent und nachvollziehbar machen
Ein weiteres Thema ist das CO2-Tracking über Manufacturing-X. Dabei geht es darum, Emissionsdaten entlang der Wertschöpfung transparent zu erfassen, eindeutig zuzuordnen und nachvollziehbar bereitzustellen. Ziel ist es, CO2-Daten nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in reale Prozess- und Wertschöpfungszusammenhänge einzubetten. Projektpartner in diesem Umfeld ist die Smart Systems Hub GmbH, die das zugehörige Testbed vor Ort präsentiert und ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand Industrie 4.0 vertreten ist. Im Zusammenspiel von Maschinen, Sensorik, digitalen Zwillingen und Datenraumtechnologien wird sichtbar, wie Nachhaltigkeitsdaten in industrielle Abläufe integriert und für Nachweise, Auswertungen und Optimierungen nutzbar gemacht werden können. Für Unternehmen bedeutet das vor allem mehr Transparenz und eine belastbare Grundlage für Dokumentation und Zusammenarbeit. CO2-Werte werden dort verfügbar, wo sie benötigt werden, etwa für Kundenanforderungen, Partnerbeziehungen oder die gezielte Weiterentwicklung von Prozessen.
Service partnerschaftlich weiterdenken
Wie standardisierter Datenaustausch in der Praxis funktionieren kann, zeigt N+P gemeinsam mit Smart Systems Hub, SITEC und der ULT AG im Themenfeld Datenaustausch zwischen Betreiber und Hersteller über Manufacturing-X. Im Fokus steht die Frage, wie reale Betriebsdaten organisationsübergreifend genutzt werden können, um Wartung, Service und Ersatzteilmanagement vorausschauender, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Ausgangspunkt ist eine in vielen Unternehmen bekannte Situation: Wartungen erfolgen häufig reaktiv, Daten liegen fragmentiert vor und wichtige Informationen gehen zwischen Betreiber, Integrator und Hersteller verloren.
Der gezeigte Ansatz setzt genau hier an. Durch sicheren Datenaustausch über den gesamten Anlagenlebenszyklus entsteht eine durchgängige, datenbasierte Sicht auf Nutzung und Verschleiß. Das schafft die Grundlage für zustandsorientierte Services, höhere Anlagenverfügbarkeit und datenbasierte Entscheidungen ohne Medienbrüche. Zugleich wird sichtbar, wie Partner entlang der Wertschöpfung auf Basis klar geregelter Datenflüsse enger zusammenarbeiten können.
Datenräume über Branchengrenzen hinweg nutzen
Im vierten Anwendungsfeld richtet N+P gemeinsam mit der Construction Future Lab gGmbH und dem Verein buildingSMART Deutschland e. V. den Blick auf die Verbindung von Manufacturing-X und Construct-X. Gezeigt wird, wie Daten aus dem (Bau-)Maschinenumfeld so bereitgestellt werden können, dass sie auch im Baukontext nutzbar werden. Damit entsteht ein praxisnahes Szenario für die branchenübergreifende Nutzung von Datenräumen, das neue Möglichkeiten für Transparenz, Nachhaltigkeit und digitale Zusammenarbeit eröffnet. Dieser Demonstrator verknüpft die vom BMWE geförderten IPCEI-CIS-Projekte GREEN-TWIN und Construct-X mit dem Manufacturing-X-Projekt Fluid4.0.
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