Win-Win-Situation für „Grünen Stahl“
Tochtergesellschaften des Salzgitter-Konzerns erhalten Großaufträge der ONTRAS Gastransport GmbH – insgesamt rund 109 Kilometer Rohre sorgen künftig sowohl für die Stärkung des Wasserstoffkernnetzes in Mitteldeutschland als auch des SALCOS-Programms der Salzgitter AG zur Produktion von CO2-armen Stahl.
30. März 2026Teilen
Die ONTRAS Gastransport GmbH aus Leipzig hat jetzt Großaufträge an zwei Rohrgesellschaften aus dem Salzgitter-Konzern vergeben. Die Mannesmann Grossrohr GmbH (MGR) wird Rohre für 70,6 Kilometer und die Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) für 38,2 Kilometer liefern. Hierbei handelt es sich um Rohre für das Neubauprojekt FGL 702 (Bestandteil des IPCEI Projektes Green Octopus Mitteldeutschland), eine Wasserstoffleitung von Wefensleben nach Salzgitter und von Angersdorf nach Preußlitz. Dieses Vorhaben ist ein weiterer Baustein des Wasserstoffkernnetzes und der Energiewende und legt eine der Grundlagen für die Produktion von „grünem Stahl“ in Salzgitter.
Das integrierte Hüttenwerk in Salzgitter wird seit geraumer Zeit schon in mehreren Schritten auf eine CO2-arme Stahlherstellung umgestellt. Für das Transformationsprogramm SALCOS – Salzgitter Low CO2 Steelmaking ist Wasserstoff ein zunehmend wichtiges Gut zur Erzeugung von „grünem Stahl“, deshalb ist der Anschluss an das Wasserstoffkernnetz und dessen zügige Errichtung von hoher Bedeutung.
„Wir sind stolz, dass wir Teil dieses wichtigen Projekts sind und der Wasserstoff für SALCOS durch Rohre aus dem Salzgitter-Konzern fließen wird“, erklärt Andreas Betzler, Geschäftsführer der beiden Salzgitter-Gesellschaften. „Der Salzgitter-Konzern ist nicht nur ein potenziell großer Abnehmer von Wasserstoff, er ermöglicht mit seinen Stahlprodukten auch dessen Erzeugung sowie Belieferung der Abnehmer.“
Die MGR liefert Rohre mit einem Durchmesser von 813 Millimeter, diese werden in Salzgitter außen mit einer 3-Lagen-Polyethylen- und innen mit einer Epoxy-Flowcoat-Beschichtung versehen. Etwa 4,5 Kilometer der Leitung erhalten noch eine zusätzliche GFK-Beschichtung, aufgebracht vom Spezialisten TDC aus Neubrandenburg. Die Rohre wiegen bei 18 Meter Länge circa 4,5 Tonnen und sollen ab Februar 2027 per Lkw zu den durchschnittlich nur 37 Kilometer vom Rohrwerk entfernten Rohrlagerplätzen geliefert werden.
Der Durchmesser der auch 18 m langen Rohre von MLP beträgt 610 Millimeter. Diese erhalten am Standort Hamm sowohl eine 3-Lagen-Polyethylen-Beschichtung als auch eine Flowcoat-Innenbeschichtung, um Reibungsverluste im Zuge des Gasdurchflusses zu minimieren. Der ebenfalls durch die Firma TDC aufgebrachte GFK-Anteil liegt hier bei circa sechs Kilometer.
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