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Konventionelle Windräder erreichen eine Bauhöhe von rund 200 m. Für die Stromerzeugung interessanter sind jedoch höhere Lagen, wo der Wind ungebremst, stetiger und stärker weht. An fliegenden Windanlagen, die zudem im Wasser keine Betonfundamente, sondern nur große Bojen brauchen, wird deshalb derzeit weltweit gebastelt – unter anderem vom US-Unternehmen Makani Power . Es wurde im Februar 2019 von Googles Mutterunternehmen Alphabet aus der Forschungsabteilung X-Labor ausgegründet, beteiligt ist auch der Energiekonzern Shell. Nach erfolgreichen Tests des 300 m hoch fliegenden Makani-Windrads – im Grunde genommen ein Drache mit acht Windturbinen – in der Wüste und auf dem maritimen Testgelände vor Karmø in Norwegen, ist das Gerät norwegischen Medien zufolge bei seinem zweiten Testflug über Wasser abgestürzt. Makani ist dennoch vom Erfolg des Konzepts überzeugt, denn der Drachen habe Elektrizität erzeugt und wertvolle Erkenntnisse geliefert, die in die Entwicklung der nächsten Windflug-Generation einfließen sollen. Laut der Firma liefert das aktuelle Modell M600 eine Leistung von 600 KW, eine Vermarktung der Technologie ist ab 2020 geplant.

In Deutschland unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium entsprechende Forschungsvorhaben mit mehreren Mio. Euro. Der Energieversorger E.on plant, mit fliegenden Windanlagen der niederländischen Firma Ampyx Power in der Irischen See eine MW-Anlage in Betrieb zu nehmen.