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Forscher entwickeln biegsame Elektronik

Mit dem neuen Konzept eines Forscherteams ist flexible Elektronik aus dem 3D-Drucker in greifbare Nähe gerückt. Nun muss allerdings noch die konventionelle 3D-Drucktechnik mit der Entwicklung Schritt halten.

15.05.2019
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Ein Geflecht aus Silber-Nanodrähten bildet die flexible Elektronik (Foto: Universität Hamburg, Ferdinand Otto)

Mit dem neuen Verfahren , das von der Universität Hamburg und dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (Desy) erprobt wird, lassen sich transparente und mechanisch flexible elektronische Schaltkreise produzieren. Dazu werden Silber-Nanodrähte in einer Suspension auf ein Substrat aufgebracht und dann getrocknet. Schicht für Schicht lässt sich so eine leitende Fläche herstellen. Je nach Gestaltung können auf diese Weise verschiedene elektronische Bauteile gedruckt werden. Die Forscher haben das Vorgehen mit der Produktion eines biegsamen Kondensators getestet – allerdings noch in einem herkömmlichen Schichtverfahren. Künftig könnte das ein 3D-Drucker mindestens ebenso gut. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Drucktechnik verbessert wird. „Bei Inkjet-basierten Verfahren können die Druckdüsen durch die Nanostrukturen verstopfen“, erklärt Michael Rübhausen von der Uni Hamburg.

Dr. Anna-Lena Gutberlet von der „Elektronikpraxis“ bezeichnete 3D-gedruckte Elektronik im vergangenen Jahr als „heiligen Gral der Elektronikfertigung“. Experten auf diesem Gebiet treffen sich am 10. Juli in Würzburg zum dritten Praxisforum . Zielgruppen sind unter anderem Produktionsexperten und Entscheidungsträger in der industriellen Wertschöpfungskette.

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