Digitale Zwillinge ermöglichen es, komplexe technische Systeme datenbasiert zu verstehen, zu analysieren und gezielt zu optimieren. Das August-Wilhelm Scheer Institut zeigt auf dem Scheer Group Stand, wie digitale Zwillinge entlang der gesamten Wertschöpfung eingesetzt werden können – von der frühen Produktentwicklung bis zum Betrieb hochleistungsfähiger Systeme.
Ein automobiler Use Case aus dem Rennsport demonstriert, wie ein real eingesetztes Fahrzeug über einen digitalen Zwilling kontinuierlich analysiert und optimiert werden kann. Technische Zustände, Einsatzkontexte und Fahrverhalten werden zusammengeführt und durch KI-Algorithmen strukturiert ausgewertet. Aus großen, heterogenen Datenmengen entstehen belastbare Entscheidungsgrundlagen zur Performance-Optimierung, Effizienzsteigerung und Erhöhung der Ausfallsicherheit.
Ergänzend zeigt das Forschungsprojekt ProDiNA, wie digitale Zwillinge bereits in frühen Entwicklungsphasen eingesetzt werden können. Am Beispiel von Pumpen und Antriebssystemen werden Zustände wie Druck, Temperatur, Kräfte, Verschleiß und Alterung digital modelliert. Daraus lassen sich Aussagen zu Energieeffizienz, erwarteter Lebensdauer und möglichen Schwachstellen ableiten – lange bevor physische Prototypen entstehen.
Der Demonstrator verdeutlicht, wie digitale Zwillinge Daten in Wissen überführen und Unternehmen dabei unterstützen, komplexe Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg leistungsfähig, effizient und nachhaltig zu betreiben.