Seltene Erden physikalisch recyceln
Innovatives Verfahren nutzt magnetfeldgesteuerte Chromatografie
Aussteller
Standort
Halle 11, Stand B06
Beschreibung
Recycling wird immer wichtiger anspruchsvoller: Dabei fallen große Mengen von Reststoffen an, die wertvolle Rohstoffe in Form von winzigen Partikeln enthalten. Besonders gefragt sind Metalle der Seltenen Erden wie Terbium oder Yttrium. Die Rückgewinnung solcher Rohstoffe ist aufwändig und teuer. Bestehende Verfahren nutzen meist teure chemische Prozesse, die zusätzliche Abfälle erzeugen. Dagegen stoßen aufwändige Sortierverfahren an ihre Grenzen, denn eine präzise und kontinuierliche Trennung der Partikel ist damit quasi unmöglich. Forschende des Instituts für Funktionelle Grenzflächen (IFG) am KIT setzen deshalb genau an diesem Punkt an: Sie nutzen das Prinzip der magnetfeldgesteuerten Chromatografie, um Reststoffgemische effizient, im Dauerbetrieb und ohne den Einsatz von aggressiven Säuren zu trennen. Das Verfahren beruht auf dem Gegenstromprinzip und funktioniert mit speziellen Trennsäulen, die mit winzigen magnetisierbaren Kügelchen gefüllt sind. Während das Reststoffgemisch in einem Fluid durch die Säulen fließt, erzeugen Magnetspulen ein gezieltes Magnetfeld. Die Partikel reagieren unterschiedlich: Einige verweilen länger zwischen den Kügelchen, andere passieren schneller und weisen entsprechend längere oder kürzere „Retentionszeiten“ auf. Dadurch trennen sich die Partikel räumlich und können kontinuierlich als nahezu reine Fraktionen abgezogen werden. Das Verfahren arbeitet kontinuierlich und verarbeitet große Mengen von Reststoffgemischen. Es kommt ohne aggressive Chemikalien aus. Daher ist es sehr schonend, erhält die Partikel intakt und vermeidet giftige Rückstände. Das einzigartige Verfahren verbindet also ökologischen Nutzen mit ökonomischer Effizienz und macht Recycling sauberer und kostengünstiger.
Zu dieser Technologie erhalten Sie am Stand des KIT einen Überblick. Tiefergehende Informationen können im Anschluss an die Messe individuell im Kontakt mit den zuständigen wissenschaftlichen Beschäftigten des KIT ausgetauscht werden.
Kontakt
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