Nachhaltiger Zement
Neue Prozessführung für ökologische und ökonomische Zementherstellung.
Aussteller
Standort
Halle 11, Stand B06
Beschreibung
Zur Herstellung von Portland-Zement werden Kalkstein, Ton und Sand (Siliziumdioxid) vermischt und gemahlen. Dieses sogenannte Rohmehl wird bei etwa 800°C entsäuert und anschließend bei 1450°C im Drehrohrofen zu Zement gebrannt. Nach dem Abkühlen wird der entstandene Klinker (Tricalciumsilikat) mit Zumahlstoffen vermahlen und als hydraulisches Bindemittel eingesetzt. Beim Einsatz kalkärmerer Mischungen kann bei etwa 1250°C Belit-Zement (Dicalciumsilikat) gebrannt werden, der aber weniger reaktiv ist. Wissenschaftler des Instituts für Technische Chemie (ITC) am KIT arbeiten daran, die Zementherstellung ressourceneffizienter zu gestalten. Mithilfe von Ausgangstoffen, die Calciumcarbonat und Siliziumdioxid enthalten, sowie durch Zugabe eines Mineralisierungshilfsstoffs, wie Natriumcarbonat, wird die Reaktionstemperatur so weit herabgesetzt, dass in einer CO2-reichen Atmosphäre die Ausgangsstoffe bereits bei etwa 1000°C zu Dicalciumsilikat reagieren. Unter Einsatz von aluminiumhaltigen Ausgangsstoffen bilden sich während der Kalzinierungsreaktion mit Natriumcarbonat Natriumaluminate, die sich in Wasser lösen und unter Zugabe von CO2 als Aluminiumhydroxid ausgefällt und selektiv abgetrennt werden können, um daraus Aluminiummetall herzustellen. Das in der Waschlösung enthaltene Natriumhydroxid wird zu Natriumcarbonat umgesetzt und kann ebenfalls abgetrennt und wieder als Mineralisierungshilfsstoff bei der Kalzinierung verwendet werden. Der so entstehende Belit-Zement kann konventionellem Portland-Zement zugesetzt werden und so dessen CO2-Bilanz verbessern. Die beschriebene Niedertemperatur-Dicalciumsilikat-Produktion verbraucht im Vergleich zur Kalksteinentsäuerung etwa 30 Prozent weniger Energie. Sie ist daher als Ersatz von Calciumoxid interessant.
Tiefergehende Informationen können im Anschluss an die Messe individuell im Kontakt mit den zuständigen wissenschaftlichen Beschäftigten des KIT ausgetauscht werden.
Kontakt
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
- Kaiserstr. 12
- 76131 Karlsruhe
- Deutschland
Standorte
Weitere Produkte
Hocheffiziente Gasturbinen
Kooperierende Industrieroboter
Quantennetzwerke
Multi-Material-Keramiken
Fusion - Das Brut Blanket
Offene Flusselektrolysezelle
Schnelle umfassende Roboterkalibrierung
photreon
Hyperloop "Polaris"
HECTOR School
Hand-Auge-Kalibrierung für Roboter
Exoskelett für mehr Mobilität
Chip-Architektur für Quantenschaltungen
Thermomagnetische Generatoren
Sauber lackiert ohne Biozide
Forschungstruck für Wasserstofftechnik
Solarzellen mit thermoplastischer Busbar
Seltene Erden physikalisch recyceln
Lithiumgewinnung aus Geothermalwässern
Hochautomatisierte Fahrzeuge testen
Fertigung von Rohren mit Innenstrukturen
Druckluftfrei, sensorgestützt Sortieren
Hochauflösendes Radar mit Kommunikation
Bio-Tag schützt vor Produktpiraterie
Akustik-Allrad-Rollenprüfstand
Direktsynthese von Wasserstoffperoxid
XFK-Feder mit variabler Faserkombination
Intelligente Maschinen und IIoT erleben
Automatisierte Oberflächeninspektion
Bilderzeugung: Tomographische Verfahren
Automobile auf dem Prüfstand
Roboter testet Power-Tools
Bioabbaubare Parylen-Beschichtungen
Smart-Data-Potenzialanalysen für KMU
Zustandsüberwachung in der Produktion
3D-Mikrowellendrucker
Kontaktlose Drehmomentmessung
Reinweiß auf Polymerbasis
Brustkrebsdetektion durch 3D-Ultraschall
Power-Hardware-in-the-Loop als Reallabor
Hochdrucksättiger für Verfahrenstechnik
Kühlen und Heizen mit Festkörpern
Direkte Wind-zu-Wärme-Umwandlung
Test für Brennstoffzellensysteme
SAGAS – Flexibles Gasanalysesystem
Sensorsystem mit Spürsinn
Mobile Messungen für Thermalwasser
Zerstäubung mehrskalig simulieren
Pulsierende Flamme
Ethylenfreie Synthese von Polyethylen
Neuer Qubit-Ansatz
Dreiphasiger Hybridumrichter
Recycling im Rückbau
Batterien mit langer Lebensdauer
Optimierung von Solarzellen
Hochtemperaturspeicher für Prozesswärme
Elektromotoren auf dem Prüfstand
Kopplungssystem für elektrische Speicher
Neues Recyclingverfahren für Batterien
Thermische Validierung für Batteriezelle
Umweltfreundliche organische Solarzellen
Charakterisierung Leistungshalbleiter
Von Fahrzeuggeräuschen zum Warnsystem
Interesse an News zu Ausstellern, Top-Angeboten und den Trends der Branche?
Browser Hinweis
Ihr Webbrowser ist veraltet. Aktualisieren Sie Ihren Browser für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit und eine optimale Darstellung dieser Seite.
Browser aktualisieren