In den Zukunftslaboren vernetzen sich Akteure aus Wissenschaft und Praxis, um digitale Lösungen für anwendungsorientierte Fragestellungen zu entwickeln. Das ZDIN fördert diese synergetische Vernetzung in Niedersachsen und bietet den Akteuren ein umfangreiches Netzwerk zur branchenübergreifenden Erforschung relevanter Digitalisierungsthemen.
1. Im Projekt DIRRIGENT wird eine App für Landwirte entwickelt, mit der sie ihre Wasserverbräuche für die Feldberegung besser erfassen können. Dies geschieht aktuell oft nur analog. Hierbei wird die Wasseruhr mithilfe des Smartphones fotografiert und der Zählerstand automatisch aus dem Bild ausgelesen. Hierdurch müssen keine teuren digitalen Wasseruhren nachgerüstet werden. Durch eine Digitalisierung hat der Landwirt besser im Blick, inwieweit er sein Wasserkontingent verbraucht hat und kann die Verbräuche am Ende der Saison einfacher melden.
2. Durch die Nutzung von Fotos von Passant*innen und Betroffenen extremer Wetterereignisse entsteht eine unsichtbare Sensornetzwerk – ohne den Einsatz zusätzlicher Geräte. Jedes Foto, das am Gewässer oder in Extremwettersituationen aufgenommen und veröffentlicht wird, enthält wertvolle Informationen über Wasserstand, Fließgeschwindigkeit und Wasserverschmutzung, vorausgesetzt, die Kameraposition ist bekannt. Durch die Bürgerbeteiligung wird ein kontinuierlich wachsender Datensatz geschaffen, der für Ersthelfende, Planer und die Dokumentation von Hochwasserereignissen genutzt werden kann.
3. Was wäre, wenn alte Bergbauinfrastruktur Teil moderner Hochwasserschutzlösungen werden könnte? Unser Projekt analysiert das extreme Hochwasser von 2017 in Goslar und zeigt, wie der Oker-Grane-Stollen als zusätzlicher Speicher genutzt werden kann, um Abflussspitzen zu dämpfen und Städte besser vor zukünftigen Extremereignissen zu schützen.
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