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Startups

Bioraketen bringen Satelliten ins All

Auf der Halbinsel A’Mhoine in Sutherland an der Nordküste von Schottland richtet die UK Space Agency derzeit ein Gelände für Raketenstarts ein. Bereits ab 2020 sollen von dort aus die ersten Trägerraketen für Satellitensysteme in die Erdumlaufbahn abheben.

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Bioraketen bringen Satelliten ins All (Bild: Orbex)

Das gab der britische Minister für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie Greg Clark im Rahmen der Farnborough International Air Show bekannt. In diesem Zusammenhang stellte er Fördermittel in Höhe von 33,5 Millionen Pfund (rund 37,5 Millionen Euro) in Aussicht; 23,5 Millionen davon (26,4 Millionen Euro) gehen allein an das Luft- und Raumfahrtunternehmen Lockheed , das derzeit mit seinem Tarnkappen-F-35 auch bei der Bundeswehr auf Aufträge hofft, und sich die schottische Rampe voraussichtlich mit dem Startup Orbex teilen wird.

Orbex selbst war die längste Zeit unter dem Radar geblieben und ist erst kürzlich öffentlich in Erscheinung getreten, als das Unternehmen insgesamt rund 30 Millionen Pfund (33,6 Millionen Euro) an Kapital einsammelte. Zu den Geldgebern gehören die UK Space Agency ebenso wie die European Space Agency, das Horizon-2020-Programm der EU sowie Sunstone Technology Ventures und der deutsche High-Tech Gründerfonds . Tatsächlich hat Orbex auch Niederlassungen in Dänemark und in Deutschland. Das Raumfahrtunternehmen geht mit einer kompakten Satellitenträgerrakete an den Start, die nicht nur wiederverwendbar ist, sondern laut Orbex auch 30 % leichter als vergleichbare Lösungen ist und als Kraftstoff Bio-Propan verwendet.