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Industrie 4.0

Neue Verfahren schieben den 3D-Druck an

Wann kommt der endgültige Durchbruch für den 3D-Druck in der industriellen Massenproduktion? Einer Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger zufolge könnten neue Verfahren zumindest dafür sorgen, dass die Kosten sinken.

06.11.2018
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Neue Verfahren schieben den 3D-Druck an (Foto: Deutsche Messe AG)

Dem 3D-Druck wird ein großes Potenzial zugetraut. Bisher sei es aber ein teures Verfahren und für viele Unternehmen noch eine Nischentechnologie, heißt es in der neuen Studie. Im Vergleich zur konventionellen Fertigung in der Massenproduktion sei 3D-Druck „immer noch nicht konkurrenzfähig“. Hoffnung machen aber neue Technologien .

Dazu zählt Roland Berger unter anderem die „Direct Energy Deposition“ (DED). Dabei werden dreidimensionale Bauteile durch Auftragsschweißen per Draht oder Pulver erzeugt. Weitere neue Verfahren sind „Material Jetting“ (Auftragen von flüssigen Metalltropfen), „Material Extrusion“ (Einbinden von Metallpulver in Bindermaterial) und „Binder Jetting“. Hier wird Bindemittel ins Pulverbett gegeben, sodass über den Schichtaufbau ein Bauteil entsteht, heißt es in der Studie. Zwar seien viele dieser Verfahren noch in der Entwicklung, doch würden sie in den kommenden Jahren immer relevanter. Dass sich lediglich eines der Verfahren durchsetzt, glauben die Berater nicht. Vielmehr gehen sie davon aus, dass für unterschiedliche Einsatzzwecke unterschiedliche Technologien zum Einsatz kommen.

Der Knackpunkt auf dem Weg in die Massenproduktion könnte ganz woanders liegen, hebt das „ Handelsblatt " hervor. Der Durchbruch werde schwierig, weil Industrie und Mittelstand bereits heute Schwierigkeiten hätten, entsprechende Fachkräfte zu finden: „Benötigt werden vor allem Maschinenbauer, Physiker, Elektrotechniker, Mechatroniker oder Materialentwickler.“