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Informationslogistik muss als eigenständiges Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsumfeld begriffen werden, mit dem Ziel, Software zu produzieren wie Autos – davon geht das von der BVL veröffentlichte Positionspapier aus, das Logistik und IT als Innovationstreiber für den Wirtschaftsstandort Deutschland sieht. Erarbeitet wurde das Papier von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Michael ten Hompel ( Fraunhofer IML ), Frauke Heistermann (AXIT, heute Siemens Digital Logistics ) und Prof. Jakob Rehof ( Fraunhofer ISST ).

Die Autoren fordern Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, um softwaretechnologische Innovation zu ermöglichen. Die größte strategische Chance bestehe aus deutscher Sicht in einer schnellen innovativen Entwicklung branchenspezifischer IT-Werkzeuge und Algorithmen in der Logistik. Schon heute basierten erfolgreiche Zustellsysteme im E-Commerce und M-Commerce auf einer umfassenden Logistik- und IT-Kompetenz. Unternehmen, die nicht auf eine starke Verbindung von IT und Logistik fokussieren, werden den Autoren zufolge bereits mittelfristig nicht mehr wettbewerbsfähig sein.