Die Investition von drei Jahren Arbeit und 4,5 Mio. Euro scheinen sich gelohnt zu haben. Entstanden ist ein System , das die durchgängige digitale Erfassung qualitäts- und zustandsrelevanter Daten in der Lieferkette ermöglicht. Dafür werden unter anderem mobile Sensoren, 3D-Bildverarbeitung, Cloud-Plattformen und digitale Services eingesetzt, wie einer der Verbundpartner, das Bremer Institut für Produktion und Logistik an der örtlichen Universität (BIBA) , berichtet. Die Erstellung eines Prototypen und Tests in der Automobilindustrie seien bereits erfolgreich verlaufen. Nun wollen die Partner aus dem Projekt SaSCh (Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains), zu denen unter anderem auch Bosch zählt, eine Lösung für den Markt entwickeln. Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Während es unternehmerisch durchaus lohnt, das Monitoring der Lieferketten zu optimieren, scheint der politische Druck erst einmal nachzulassen. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (CSU) hatte monatelang für ein Lieferkettengesetz geworben, das die Einhaltung von Mindeststandards in der Lieferkette gewährleisten sollte. Wie „ Die Welt“ berichtet, will die Bundesregierung den Unternehmen in Zeiten der Coronakrise jedoch nicht noch weitere Lasten aufbürden.